Heutiges Thema ist Alexander Graham Bell.
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0:02
Alexander Graham Bell ist am 3. März
0:06
1847
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in Edinburough, Schottland geboren. Er
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ist in einer sehr interessanten Familie
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aufgewachsen. Sein Vater und sein
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Großvater sind Experten für Sprache und
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Sprechen gewesen. Sie haben Menschen
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geholfen, die nicht gut sprechen
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konnten. Alexander hat schon als Kind
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gelernt, Töne und Stimmen sind sehr
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wichtig. Er hat eine große Neugier
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gehabt und hat immer wissen wollen, wie
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funktioniert die menschliche Stimme?
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Seine Mutter Elisa ist fast taub
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gewesen. Sie hat kaum etwas hören
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können. Aber Alexander hat einen Weg
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gefunden, mit ihr zu kommunizieren. Er
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hat nicht laut geschrien, er hat ganz
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nah an ihrer Stirn gesprochen. Er hat
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geglaubt, dass sie die Vibrationen von
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seiner Stimme spüren kann. Das ist ein
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sehr wichtiger Moment in seinem Leben
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gewesen. Er hat verstanden, dass man
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Töne nicht nur hören, sondern auch
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fühlen kann. Wegen seiner Mutter hat er
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sein ganzes Leben lang nach Wegen
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gesucht, um Gehörlosen zu helfen.
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Alexander ist ein sehr kluger Junge
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gewesen. Er hat das Klavierspielen
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geliebt. Er hat bemerkt, dass die Seiten
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im Klavier vibrieren, wenn er sinkt. Mit
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nur 12 Jahren hat er seine erste
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Erfindung gemacht. Er hat für einen
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Freund eine Maschine gebaut, die Schalen
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von Weizen entfernt. Es ist eine
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einfache Maschine mit Bürsten gewesen,
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aber sie hat funktioniert. Sein Vater
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ist stolz gewesen, aber er hat gewollt,
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dass Alexander mehr über die Stimme
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lernt. In seiner Jugend hat er viel
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experimentiert. Er hat sogar versucht,
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seinem Hund das Sprechen beizubringen.
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Er hat den Hals vom Hund vorsichtig
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manipuliert, damit die Töne wie Wörter
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klingen. Das ist lustig gewesen. Aber es
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hat auch gezeigt, Alexander hat die
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Mechanik hinter den Tönen verstehen
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wollen. Er hat gewusst, dass er kein
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normaler Arbeiter werden möchte. Er hat
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ein Forscher werden wollen. Sein Weg hat
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ihn bald weit weg von Schottland
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geführt, aber sein Interesse für den Ton
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ist immer bei ihm geblieben. Alexander
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Graham Bell hat seine Arbeit nicht nur
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als Beruf gesehen, es ist für ihn eine
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Mission gewesen. Wie wir wissen, hat
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seine Mutter kaum hören können, aber im
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Jahr 1871
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hat er in Boston eine junge Frau
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getroffen. Ihr Name ist Mabel Hubberard
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gewesen. Sie ist eine Schülerin von ihm
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gewesen und sie ist durch eine Krankheit
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komplett gehörlos geworden. Alexander
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hat sich in Mabel verliebt. Er hat
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gesehen, wie schwierig das Leben ohne
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Töne ist. Er hat Mabel später geheiratet
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und sie ist seine größte Unterstützung
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gewesen. In Boston hat Alexander an
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einer speziellen Schule für Gehörlose
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gearbeitet. Er hat dort Visible Speech,
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sichtbare Sprache unterrichtet. Das ist
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ein System von seinem Vater gewesen. Mit
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diesem System haben Menschen gelernt,
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wie sie ihre Lippen und ihre Zunge
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bewegen müssen, um Töne zu machen, auch
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wenn sie sich selbst nicht hören können.
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Alexander ist ein sehr geduldiger Lehrer
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gewesen. Er hat gewollt, dass alle
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Menschen kommunizieren können. Er hat
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immer gesagt, ein Mensch ohne Sprache
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ist wie ein Vogel ohne Flügel.
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Alexander hat in dieser Zeit sehr viel
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nachgedacht. Er hat sich gefragt, wenn
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wir Töne sichtbar machen können, können
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wir sie dann auch über ein Kabel
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schicken? Er hat angefangen mit
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Elektrizität zu experimentieren. Er hat
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geglaubt, dass man Töne in elektrische
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Signale verwandeln kann. Sein Ziel ist
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es gewesen, ein Gerät für die Hörlose zu
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bauen, damit sie sehen können, was
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andere Menschen sagen. Er hat viele
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Stunden in seinem Labor verbracht und
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hat fast nie geschlafen.
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Mabels Vater, Herr Habardt, hat
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Alexander bei seiner Forschung geholfen.
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Er hat ihm Geld für seine Experimente
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gegeben. Ohne die Liebe zu Mabel und die
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Hilfe für seine Mutter hat Alexander
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vielleicht nie das Telefon erfunden.
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Seine Arbeit für Gehörlose hat ihm die
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richtigen Ideen gegeben. Er hat gelernt,
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wie das menschliche Ohr funktioniert.
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Dieses Wissen ist die Basis für seine
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größte Erfindung gewesen. Er hat
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bewiesen, dass Liebe und Wissenschaft
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zusammen große Wunder machen können. Im
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Jahr 1870 ist die Familie Bell nach
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Kanada umgezogen. Alexander ist zu
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dieser Zeit sehr krank gewesen. Seine
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beiden Brüder sind leider an einer
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Lungenkrankheit gestorben. Sein Vater
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hat große Angst gehabt und hat gesagt,
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wir müssen an einen Ort mit besserer
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Luft gehen. In Kanada ist Alexander
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schnell wieder gesund geworden. Er hat
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viel Zeit im Garten verbracht und hat
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weiter über Töne nachgedacht. Aber er
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hat gewusst, daß er in einer großen
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Stadt arbeiten muß, um ein echter
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Erfinder zu werden. Im Jahr 1871
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ist Alexander nach Boston in die USA
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gegangen. Boston ist zu dieser Zeit ein
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Zentrum für Wissenschaft und neue Ideen
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gewesen. Er hat dort als Professor an
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der Universität gearbeitet. Er hat den
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Studenten gezeigt, wie man die
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menschliche Stimme analysiert. Er ist
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ein sehr beliebter Lehrer gewesen, weil
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er sehr leidenschaftlich gesprochen hat.
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Aber nach der Arbeit ist er sofort in
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sein kleines Labor gegangen. Er hat fast
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sein ganzes Geld für Kabel, Batterien
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und Magnete ausgegeben. In Boston hat er
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einen sehr wichtigen Mann getroffen,
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Thomas Watson. Watson ist ein junger
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Mechaniker gewesen. Er hat sehr gut mit
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seinen Händen arbeiten können. Alexander
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hat die Ideen gehabt und Watson hat die
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Geräte gebaut. Sie sind ein perfektes
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Team gewesen. Alexander hat zu Watson
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gesagt, ich habe eine Idee für einen
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harmonischen Telegraphen. Wir können
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viele Nachrichten gleichzeitig über ein
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Kabel schicken. Sie haben viele Nächte
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zusammengearbeitet und haben hunderte
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Experimente gemacht. Oft haben die
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Experimente nicht funktioniert, die
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Kabel sind kaputt gegangen oder die
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Batterien haben keinen Strom mehr
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gehabt. Aber Alexander hat nie
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aufgegeben. Er hat in Boston eine kleine
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Wohnung gemietet und hat dort sein Labor
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eingerichtet. Er hat jeden Tag Briefe an
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seine Eltern geschrieben und hat von
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seinen Träumen erzählt. Er hat gefühlt,
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dass er ganz nah an einer großen
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Entdeckung ist. In Boston hat sein Leben
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als Erfinder richtig begonnen und die
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ganze Welt hat bald über ihn gesprochen.
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In den Jahren 1874
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und 1875
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hat Alexander Graham Bell fast jede
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freie Minute in seinem Labor verbracht.
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Sein großes Projekt ist der harmonische
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Telegraf gewesen. Zu dieser Zeit hat man
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mit dem Telegraphen nur kurze Signale,
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Punkte und Striche schicken können.
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Alexander hat eine Idee gehabt. Ich
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möchte verschiedene Töne gleichzeitig
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über einziges Kabel schicken. Er hat
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geglaubt, dass man Musik oder viele
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Nachrichten gleichzeitig transportieren
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kann, wenn man die richtige Frequenz
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benutzt. Er hat sehr hart gearbeitet,
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weil reiche Geschäftsleute ihm Geld für
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diese Erfindung versprochen haben. Aber
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während dieser Arbeit hat Alexander
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immer wieder an die menschliche Stimme
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gedacht. Er hat sich gefragt, wenn ein
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Telegraf Töne schicken kann, warum kann
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er dann nicht auch Wörter schicken? Er
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hat mit Thomas Watson viele Stunden lang
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mit Metallfedern und Magneten
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experimentiert.
7:59
Eines Tages am 2. Juni 1875
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ist etwas sehr Wichtiges passiert.
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Watson hat an einer Metallfeder gezopft,
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die festgesteckt hat. Alexander hat in
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dem anderen Zimmer ein Geräusch an
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seinem Empfänger gehört. Es ist kein
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kurzes Signal gewesen, sondern ein
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echter Ton mit Vibrationen.
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In diesem Moment hat Alexander
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verstanden, ein elektrischer Strom kann
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die Form von Schallwellen kopieren. Das
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ist das Geheimnis für das Telefon
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gewesen. Er ist sofort zu Watson
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gelaufen und hat gerufen: "Ändern Sie
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nichts, das ist es." Er hat aufgehört,
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nur an den Telegraphen zu denken. Er hat
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sofort angefangen, Skizzen für ein neues
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Gerät zu zeichnen. Er hat verstanden,
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dass man eine Membran braucht, die wie
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das menschliche Trommelfell im Ohr
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funktioniert. Diese Membran hat die Töne
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der Stimme in elektrische Wellen
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verwandelt. Die Arbeit ist sehr
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anstrengend gewesen. Alexander hat oft
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Kopfschmerzen gehabt und ist sehr müde
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gewesen. Er hat sich oft mit seinen
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Geldgebern gestritten, weil sie wollten,
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dass er den Telegrafen fertig macht.
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Aber Alexander ist stur geblieben. Er
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hat gewusst, dass die Stimme über das
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Kabel viel wichtiger ist als einfache
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Signale. Er hat monatelang an der
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Qualität der Übertragung gearbeitet. Er
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hat die Magnete verbessert und mit
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verschiedenen Materialien für die
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Membran experimentiert. Er ist bereit
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für den großen Moment, an dem die Welt
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zum ersten Mal eine menschliche Stimme
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durch ein Kabel hört. Im März 1876
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hat Alexander Graham Bell in Boston
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gewohnt und gearbeitet. Er hat ein neues
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Patent für seine Erfindung bekommen. Das
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Patent hat die Nummer 17465
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gehabt, aber das Gerät hat noch nicht
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perfekt funktioniert. Am 10. März 1876
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ist Alexander in seinem Labor gewesen.
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Er hat an einem Sender gearbeitet. Sein
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Assistent Thomas Watson ist in einem
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anderen Zimmer am Ende des Flurs
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gewesen. Zwischen den beiden Zimmern ist
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ein langes Kupferkabel gewesen. An
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diesem Tag ist ein kleiner Unfall
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passiert. Man sagt, dass Alexander ein
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bisschen Säure auf seine Hose geschüttet
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hat. Er hat Schmerzen gehabt und hat
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nach seinem Assistenten gerufen. Er hat
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in den Trichter vom Telefon gesprochen:
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"Mr. Watson, kommen Sie her. Ich möchte
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sie sehen. Mr. Watson, come here. I want
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to see you. Thomas Watson hat jedes Wort
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ganz deutlich durch das Kabel gehört. Er
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ist sofort zu Alexander gelaufen und hat
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gerufen: "Ich habe sie gehört. Ich habe
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die Worte verstanden." Das ist ein
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historischer Moment gewesen. Es ist das
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erste Mal in der Geschichte der
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Menschheit gewesen, dass eine
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menschliche Stimme über eine Distanz
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transportiert worden ist. Alexander und
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Watson sind sehr glücklich gewesen. Sie
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haben den ganzen Abend lang
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experimentiert. Sie haben Lieder
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gesungen und sich Sätze durch das Kabel
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gesagt. Alexander hat gewusst, das ist
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keine Spielerei, das ist eine
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Revolution. Er hat sofort einen Brief an
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seinen Vater geschrieben und hat gesagt,
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der Tag wird kommen, an dem man durch
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ein Kabel in einer Stadt spricht und in
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einer anderen Stadt gehört wird. Aber
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Alexander hat keine Zeit zum Ausruhen
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gehabt. Er hat seine Erfindung der Welt
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zeigen wollen. Imselben Jahr ist eine
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große Ausstellung in Philadelphia
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gewesen, die Centennial Exposition. Dort
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hat er sein Telefon den Richtern und dem
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Kaiser von Brasilien gezeigt. Der Kaiser
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hat den Hörer an sein Ohr gehalten und
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hat gerufen: "Mein Gott, es spricht."
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Von diesem Moment an hat jeder über das
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Telefon gesprochen. Alexander Graham
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Bell ist plötzlich ein berühmter Mann
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gewesen, aber der Kampf um seine
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Erfindung hat gerade erst begonnen. Nach
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dem Erfolg in Philadelphia ist Alexander
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Graham Bell sehr berühmt geworden. Aber
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er hat ein großes Problem gehabt. Ein
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anderer Erfinder, Elisha Grey, ist am
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selben Tag wie Bell zum Patentamt
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gegangen. Er hat auch eine Idee für ein
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Telefon gehabt. Es ist ein riesiger
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Streit um die Zeit gewesen. Wer ist
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zuerst da gewesen? Bell hat das
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offizielle Patent bekommen, aber Elisha
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Grey und die große Firma Western Union
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haben gegen ihn gekämpft. Sie haben
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gesagt, dass Bell ihre Ideen gestohlen
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hat. In den nächsten Jahren hat es über
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600 Gerichtsprozesse gegeben. Das ist
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unglaublich gewesen. Alexander hat viele
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Stunden vor Richtern gesessen und hat
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seine Skizzen gezeigt. Er hat seine
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Tagebücher aus Boston mitgebracht, um zu
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beweisen, ich habe diese Idee schon im
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Jahr 1874
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gehabt. Er ist oft sehr gestresst
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gewesen, weil er lieber in seinem Labor
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gearbeitet hat, als im Gericht zu
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sitzen. Aber er hat gewusst, wenn er
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diesen Kampf verliert, verliert er
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alles. Die Firma Western Union ist
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damals sehr reich und mächtig gewesen.
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Sie haben sogar einen anderen berühmten
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Erfinder, Thomas Edison gefragt. Edison
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hat ein besseres Mikrofon für das
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Telefon gebaut. Bell hat aber ein sehr
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gutes Team von Anwälten gehabt. Am Ende
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hat das höchste Gericht in den USA
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gesagt, Alexander Graham Bell ist der
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wahre Erfinder des Telefons. Er hat alle
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wichtigen Prozesse gewonnen. Das hat
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seinen Namen für immer geschützt und er
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ist ein sehr reicher Mann geworden.
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Obwohl es so viele Streitigkeiten
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gegeben hat, hat Alexander nie den
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Respekt vor anderen Erfindern verloren.
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Er hat gewusst, dass Wissenschaft oft
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ein Wettbewährt ist. Aber dieser Sieg im
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Gericht ist die Basis für sein Imperium
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gewesen. Er hat nun die Freiheit gehabt,
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seine eigene Firma zu gründen. Das
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Telefon ist nun bereit für die ganze
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Welt gewesen und niemand hat mehr sagen
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können, dass es nicht seine Erfindung
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ist.
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Nach den Siegen im Gericht hat Alexander
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Graham Bell im Jahr 1877
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die Bell Telefone Company gegründet. Er
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hat das nicht allein getan. Er hat
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Partner gehabt, wie z.B. den Vater
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seiner Frau Mabel Herrn Hubbert. Am
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Anfang haben viele Menschen gelacht und
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gesagt: "Wer braucht ein Telefon? Wir
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haben doch den Telegraphen und Briefe."
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Aber Alexander hat gewusst, dass die
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Stimme viel persönlicher ist. Er hat
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angefangen, die ersten Telefonleitungen
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in Städten wie Boston und New York zu
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bauen. Zuerst ist das Telefon ein Luxus
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für reiche Geschäftsleute gewesen. Man
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hat keine Nummern gehabt. Wenn man
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jemanden anrufen wollte, hat man eine
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Zentrale gerufen. Dort haben junge
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Frauen gearbeitet, die man Fräulein vom
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Amt genannt hat. Sie haben die Kabel von
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Hand zusammengesteckt, damit zwei
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Menschen sprechen können. Alexander hat
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gesehen, wie schnell seine Idee
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gewachsen ist. Innerhalb von nur 10
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Jahren hat es in den USA schon über
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150.000
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Telefone gegeben. Die Welt ist durch
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diese Kabel plötzlich viel kleiner
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geworden.
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Alexander Graham Bell ist durch die
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Firma sehr reich geworden, aber das Geld
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ist ihm nicht so wichtig gewesen. Er hat
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viele Aktien von seiner Firma an seine
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Frau Mabel verschenkt. Er hat sich oft
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aus dem täglichen Geschäft
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zurückgezogen, weil er die Verwaltung
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und die Büros langweilig gefunden hat.
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Er hat zu seinen Partnern gesagt, ihr
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macht das Geschäft. Ich gehe zurück in
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mein Labor. Ich habe noch viele andere
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Ideen. Seine Firma hat sich später in
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die große Firma AT&T verwandelt, die
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heute noch jeder in Amerika kennt. Das
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Telefon hat das Leben der Menschen
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komplett verändert. Man hat keine Tage
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mehr warten müssen, um eine Nachricht zu
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bekommen. Man hat einfach den Hörer
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genommen. Alexander hat sich gefreut,
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daß seine Erfindung den Menschen hilft.
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Aber er hat ein Problem gehabt. Er hat
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das Klingeln vom Telefon in seinem
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eigenen Haus nicht gemocht. Er hat das
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Telefon oft mit einem Tuch abgedeckt,
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weil er in Ruhe arbeiten wollte. Er ist
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ein Mann der Stille gewesen, obwohl er
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die Welt zum Sprechen gebracht hat.
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Alexander Graham Bell hat oft gesagt,
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ein Erfinder kann nicht aufhören zu
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denken.
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Nachdem das Telefon ein Erfolg gewesen
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ist, hat er an vielen anderen Projekten
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gearbeitet. Eine seiner wichtigsten
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Erfindungen ist der erste Metalldetektor
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gewesen. Im Jahr 1881
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ist der amerikanische Präsident James
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Garfield angeschossen worden. Die Ärzte
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haben die Kugel in seinem Körper nicht
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finden können. Alexander hat sofort ein
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elektrisches Gerät gebaut, um das Metall
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zu finden. Es hat funktioniert, aber
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leider hat das Metallbett vom
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Präsidenten das Signal gestört. Trotzdem
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ist das die Geburt des modernen
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Metalldetektors gewesen.
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Eine andere faszinierende Erfindung ist
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das Photopon gewesen. Alexander hat das
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Photopfon sogar mehr geliebt als das
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Telefon. Mit diesem Gerät hat er Töne
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mit Licht transportiert. Er hat einen
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Spiegel benutzt, um Sonnenlicht zu
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reflektieren.
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Das Licht hat vibriert, wenn er
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gesprochen hat. Das ist der Vorläufer
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von der modernen Glasfasertechnologie
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gewesen, die wir heute für das Internet
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benutzen. Er ist seiner Zeit weit voraus
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gewesen.
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Alexander hat sich auch sehr für das
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Fliegen interessiert. Er hat viele Jahre
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lang mit großen Drachen experimentiert.
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Er hat riesige Konstruktionen aus vielen
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kleinen Dreiecken gebaut. Diese Drachen
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sind sehr stabil gewesen und haben sogar
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einen Menschen in die Luft heben können.
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Zusammen mit einer Gruppe von jungen
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Ingenieuren hat er die Arial Experiment
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Association gegründet. Sie haben eines
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der ersten Flugzeuge in Amerika gebaut,
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das Silvergard.
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Alexander hat bewiesen, dass er nicht
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nur den Boden mit Kabeln verbinden kann,
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sondern auch den Himmel erobern möchte.
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Er hat sogar an Boten gearbeitet. Er hat
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das Tragflügelboot Hydrofoil
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perfektioniert.
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Sein Boot, die HD4, ist im Jahr 1919 das
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schnellste Boot der Welt gewesen. Es ist
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mit über 110 km/h über das Wasser
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geflogen. Für Alexander ist Wissenschaft
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ein großes Spiel gewesen. Er hat nie
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aufgehört, Fragen zu stellen. Er hat
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Wasser entsalzen, an Klimaanlagen
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gedacht und über die Genetik von Schafen
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geforscht. Er ist ein Mann mit einem
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unendlichen Hunger nach Wissen gewesen.
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Alexander Graham Bell ist ein sehr
19:00
neugieriger Mensch gewesen. Er hat
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geglaubt, dass Wissen für alle Menschen
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da ist. Im Jahr 1888
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ist er einer der Gründerväter der
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National Geographic Society gewesen.
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Zuerst ist das nur ein kleiner Club für
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Geographen und Experten gewesen, aber im
19:18
Jahr 1898
19:21
ist Alexander der Präsident dieser
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Organisation geworden. Er hat eine
19:25
Vision gehabt. Er hat gewollt, dass die
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Zeitschrift National Geographic nicht
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langweilig ist, sondern spannend für
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jeden Leser. Er hat seinem Schwiegersohn
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Gilbert Grosvenner geholfen, die
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Zeitschrift zu verändern. Alexander hat
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gesagt, wir brauchen mehr Fotos. Die
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Menschen möchten die Welt sehen. Durch
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seine Hilfe ist die Zeitschrift
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weltberühmt geworden. Sie haben über
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ferne Länder, Tiere und fremde Kulturen
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berichtet. Alexander hat viel Geld in
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dieses Projekt gesteckt, weil er gewusst
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hat, Bildung ist der Schlüssel für eine
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bessere Zukunft. Er ist sehr stolz auf
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den Erfolg von National Geographic
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gewesen. In dieser Zeit hat er auch viel
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Zeit in Kanada verbracht an einem Ort
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namens Baddeck. Er hat dort ein großes
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Haus gebaut und es Beine Bra genannt.
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Das ist gälisch und bedeutet schöner
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Berg. Dort hat er sein eigenes privates
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Labor gehabt. Er hat junge
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Wissenschaftler eingeladen und hat mit
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ihnen über die Zukunft gesprochen. Er
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hat z.B. schon vor über 100 Jahren über
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die Erwärmung der Erde durch Kohle und
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Gas nachgedacht.
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Alexander ist eine Inspiration für viele
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Menschen gewesen. Er hat Preise bekommen
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und viele Universitäten haben ihm
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Ehrentitel gegeben. Aber er ist immer
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bescheiden geblieben. Er hat sich selbst
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nie als Star gesehen, sondern immer als
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einen Lehrer für Gehörlose. Er hat
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gesagt: "Ein Mann, der aufhört zu
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lernen, hört auf zu leben. Bis ins hohe
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Alter ist er jeden Morgen mit neuen
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Fragen aufgewacht. Er hat bewiesen, dass
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ein echter Wissenschaftler niemals in
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Rente geht, solange sein Kopf noch
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voller Träume ist. Alexander Graham Bell
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ist in seinen letzten Jahren sehr oft in
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seinem Haus in Kanada gewesen. Er hat
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die Natur geliebt und hat dort bis zum
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Ende gearbeitet.
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Am August 192
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ist Alexander im Alter von 75 Jahren
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gestorben. Er ist sehr friedlich
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eingeschlafen. Seine Frau Mabel ist bei
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ihm gewesen. Die Nachricht von seinem
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Tod ist sehr schnell um die ganze Welt
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gegangen. Alle Menschen haben gewusst,
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wir haben einen der größten Denker der
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Geschichte verloren.
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Zwei Tage später, am Tag von seiner
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Beerdigung ist etwas sehr emotionales
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passiert. Um genau 18:25 Uhr haben alle
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Telefonleitungen in Nordamerika für eine
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Minute aufgehört zu arbeiten. Über 13
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Millionen Telefone sind plötzlich still
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gewesen. Die Menschen haben nicht
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gesprochen, um Alexander Graham Bell zu
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ehren. Das ist ein Moment voller Respekt
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gewesen. Die Welt ist für eine Minute so
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still gewesen, wie sie vor seiner
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Erfindung gewesen ist.
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Sein Erbe ist heute unglaublich groß.
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Alexander hat nicht nur ein Gerät
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gebaut, er hat eine neue Era der
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Kommunikation gestartet. Heute haben wir
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Smartphones und das Internet, aber die
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Basis für alles ist seine Idee aus dem
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Jahr 1876
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gewesen. Er hat gezeigt, dass Distanz
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kein Problem für die menschliche Stimme
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sein muss. Er hat die Menschen
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zusammengebracht.
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Jedes Mal, wenn wir heute "Hallo" am
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Telefon sagen, ist ein kleiner Teil von
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Alexander Graham Bell dabei.
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Man hat Alexander auf seinem geliebten
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Berg in Kanada begraben. Auf seinem
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Grabstein steht nur Erfinder. Er hat das
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Telefon erfunden, aber er hat auch
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Hoffnung für Gehörlose und Inspiration
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für Millionen von Schülern gebracht. Er
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hat einmal gesagt, wenn sich eine Tür
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schließt, öffnet sich eine andere. Er
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ist durch die letzte Tür gegangen, aber
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er hat für uns alle die Tür zur modernen
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Welt weit geöffnet. Er ist ein Mann
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gewesen, der die Stille besiegt hat.

