Heutiges Thema ist Julius Caesar.
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Gajus Julius Caesar ist im Jahrhundert
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vor Christus in Rom geboren. Seine
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Familie hat zum alten Adel gehört, aber
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sie ist zur Zeit seiner Geburt nicht
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mehr sehr reich oder mächtig gewesen.
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Trotzdem hat Caesar eine sehr gute
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Ausbildung erhalten. Er hat Grammatik,
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Rhetorik und Philosophie gelernt, was
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ihm später geholfen hat, ein großartiger
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Redner zu werden. Als Caesar ein junger
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Mann gewesen ist, hat in Rom ein
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schrecklicher Bürgerkrieg geherrscht.
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Der Diktator Sula hat die Macht
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übernommen und hat viele seiner Feinde
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getötet. Caesar ist in Gefahr gewesen,
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weil seine Familie Verbindungen zu Sulas
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Gegnern gehabt hat. Solah hat Caesar
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verlangt, daß er sich von seiner Frau
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Cornelia scheiden läßt, aber Caesar hat
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mutig nein gesagt. Wegen dieser
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Entscheidung hat Caesar aus Rom fliehen
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müssen. Er hat sich in den Bergen
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versteckt und hat sein Leben nur
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gerettet, weil mächtige Freunde für ihn
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bei Sula gebetet haben. Sula hat
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schließlich gesagt: "In diesen Jungen
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stecken viele Mariusse. Marius ist sein
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größter Feind gewesen. Caar hat
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verstanden, dass er in Rom nicht sicher
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ist und hat deshalb die Stadt verlassen,
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um im Osten im Militär zu dienen. Diese
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schwierige Zeit hat seinen Charakter
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stark gemacht und hat ihm gezeigt, dass
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er kämpfen muss, um zu überleben. Im
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Jahr 57 vor Christus hat Julius Caesar
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eine Reise unternommen, die heute als
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eine der berühmtesten Anekdoten seiner
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Jugend gilt. Er hat beschlossen, nach
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Rodos zu fahren, um dort bei dem
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berühmten Lehrer Apollonios Molon
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Rhetorik zu studieren. Cesar hat schon
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immer gewusst, dass ein Politiker in Rom
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Kunst der Rede perfekt beherrschen muss,
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um die Massen zu überzeugen. Doch die
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Reise ist ganz anders verlaufen als
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geplant.
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In der Nähe der Insel Pharmakusa haben
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Kilikische Seeräuber sein Schiff
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angegriffen und Caesar gefangen
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genommen. Die Piraten haben damals das
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gesamte Mittelmeer kontrolliert und
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haben oft reiche Römer entführt, um
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hohes Lösegeld zu fordern. Als die
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Piraten Caesar gesagt haben, dass sie 20
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Talente Silber für seine Freiheit
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wollen, hat Caesar sie laut ausgelacht.
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Er hat ihnen gesagt, dass Sie
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offensichtlich nicht wissen, wen sie
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gefangen haben. Er hat ihnen befohlen,
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die Summe auf 50 Talente zu erhöhen,
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weil er sich selbst viel mehr wert
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gewesen ist.
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Während die Piraten darauf gewartet
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haben, dass Caesars Diener das Geld aus
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den Städten holen, hat Caesar fast 38
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Tage lang mit seinen Entführern
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zusammengelebt, aber er hat sich nicht
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wie ein Gefangener verhalten, sondern
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wie ihr Anführer. Wenn er schlafen
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wollte, hat er den Piraten befohlen,
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leise zu sein. Er hat Gedichte und Reden
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geschrieben und hat sie den Piraten
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vorgelesen. Wenn sie seine Texte nicht
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gelobt haben, hat er sie als Barbaren
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beschimpft. Er hat sogar oft gescherzt,
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daß er zurückkommen und sie alle
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kreuzigen wird, sobald er frei ist. Die
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Piraten haben über diese Drohungen
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gelacht und haben geglaubt, dass der
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junge Römer verrückt oder einfach nur
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lustig ist. Doch Caesar hat keinen Spaß
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gemacht. Sobald das Lösegeld betrahlt
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worden ist und er in der Stadt Milet
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freigelassen worden ist, hat er sofort
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eine kleine Flotte organisiert. Er ist
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ohne offiziellen Befehl der Regierung
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zurück zum Versteck der Piraten gesegelt
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und hat sie alle überrascht. Er hat die
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Piraten gefangen genommen und hat das
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gesamte Gold und Silber zurückgeholt.
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Weil die Behörden in der Region zu
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langsam gewesen sind, hat Caesar die
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Strafe selbst in die Hand genommen. Er
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hat sein Versprechen gehalten und hat
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die Piraten hinrichten lassen. Diese Tat
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hat Gangs Rom gezeigt, dass Julius
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Caesar ein Mann ist, der niemals
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vergisst, niemals vergibt und immer sein
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Wort hält. Nach seinem Erfolg gegen die
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Piraten ist Julius Caesar nach Rom
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zurückgekehrt, um seine politische
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Karriere zu starten. In Rom hat es eine
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feste Reihenfolge von Ämtern gegeben,
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die man den Kursus Honorum, den Laufweg
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der Ehren genannt hat. Cesar hat
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verstanden, dass man in Rom zwei Dinge
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braucht, um ganz nach oben zu kommen.
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Die Unterstützung des Volkes und sehr
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viel Geld. Zuerst hat er das Amt des
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Questors in Spalien übernommen, wo er
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hart gearbeitet hat. Eine berühmte
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Geschichte besagt, dass er dort vor
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einer Statue von Alexander dem Großen
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geweint hat. Er ist traurig gewesen,
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weil Alexander in seinem Alter bereits
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die ganze Welt erobert hatte, während
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Caesar noch nichts Großes erreicht
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hatte. Dieser Moment hat seinen Ehrgeiz
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noch mehr geweckt. Er ist nach Rom
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zurückgekehrt und ist zum Ideil gewählt
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worden. In diesem Amt ist er für die
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Organisation von Festen und die
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Instandhaltung der Stadt verantwortlich
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gewesen. Um die Gunst der Bürger zu
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gewinnen, hat Caesar unglaubliche Summen
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für Spiele und Gladiatorenkämpfe
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ausgegeben. Er hat hunderte von
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Gladiatoren in silbernen Rüstungen
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kämpfen lassen und hat riesige
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Theateraufführungen finanziert. Volk hat
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ihn dafür geliebt, aber Caesar ist
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dadurch extrem tief in die Schulden
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geraten. Er hat sich Millionen von
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Sesterzen von reichen Männern geliehen,
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besonders von dem Multimillionär
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Krassos. Viele konservative Senatoren
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haben Caesars Aufstieg mit großer Sorge
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beobachtet. Sie haben gesehen, daß er
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ein gefährlicher Populist ist, der die
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Regeln bricht, um Macht zu bekommen.
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Doch Caesar hat sich nicht beirren
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lassen. Im Jahr 63 vor Christus hat er
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sogar das prestigeträchtige Amt des
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Pontifx Maximus Oberpriester gewonnen.
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Er hat volles Risiko gespielt. Er hat
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gewusst, dass er entweder der mächtigste
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Mann Roms werden würde oder wegen seiner
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Schulden im Gefängnis landen würde. Sein
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Charisma und sein strategisches Denken
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haben ihm schließlich geholfen, die
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erste große Hürde zu nehmen und den Weg
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zum Konsulat zu ebnen. Im Jahr 60 vor
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Christus hat Julius Caesar einen
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genialen, aber auch gefährlichen Plan
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geschmiedet. Er hat verstanden, dass er
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allein nicht gegen den mächtigen Senat
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gewinnen kann. Deshalb hat er zwei der
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einflussreichsten Männer Roms
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zusammengebracht.
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Gnus Pompeus Magnus, den berühmtesten
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General dieser Zeit und Markus Lizinius
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Krassus, den reichsten Mann der Stadt.
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Diese drei Männer haben ein geheimes
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Bündnis geschlossen, dass wir heute als
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das erste Triumhirat kennen. Dieses
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Bündnis ist eine perfekte Kombination
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aus Militär, Geld und politischem Talent
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gewesen. Pompeus hat das Prestige und
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die Soldaten gehabt. Rasus hat das
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nötige Gold geliefert und Caesar hat die
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politische Strategie und die
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Unterstützung des Volkes eingebracht.
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Gemeinsam haben sie die gesamte römische
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Politik kontrolliert und haben dafür
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gesorgt, dass Caesar für das Jahr 59 vor
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Christus zum Konsul gewählt worden ist.
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Der Senat ist gegen diese geballte Macht
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absolut hilflos gewesen. Als Konsul hat
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Caesar sehr aggressive Reformen
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durchgeführt. Er hat Gesetze zur
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Landverteilung an arme Bürger und
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Soldaten durchgesetzt, oft sogar mit
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Gewalt gegen seine politischen Gegner.
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Er hat die Senatoren ignoriert und hat
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die Volksversammlung genutzt, um seine
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Ziele zu erreichen. Viele haben ihn zu
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dieser Zeit bereits als einen Tyrannen
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betrachtet. Doch Caesar hat ein klares
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Ziel gehabt. Er hat nach seinem Jahr als
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Konsul ein wichtiges Kommando im Ausland
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gebraucht, um militärischen Ruhm zu
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sammeln und seine Schulden endgültig zu
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bezahlen. Das Triumat hat ihm genau das
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ermöglicht. Am Ende seiner Amtszeit hat
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er die Erlaubnis erhalten, als pro
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Konsulverneur
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nach Gallen zu gehen. Damit hat er die
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Basis für seinen nächsten großen Schritt
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gelegt. Er hat gewusst, dass er nur mit
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einer eigenen treuen Armee wirklich
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unbesiegbar sein würde. So hat seine
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Reise in den Norden begonnen, die das
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Schicksal von ganz Europa für immer
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verändert hat. Im Jahr vor Christus hat
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für Caesar ein neues großes Abenteuer
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begonnen. Er ist als Stadthalter nach
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Gallien gegangen, ein riesiges Gebiet,
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das heute etwa Frankreich, Belgien und
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Teile der Schweiz umfasst. Caesar hat
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gewust, daß er militärische Siege
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gebraucht hat, um in Rom als Legende zu
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gelten. Deshalb hat er 8 Jahre lang
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Krieg gegen die verschiedenen gallischen
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Stämme geführt. Er hat mit seinen
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Legionen den Reim geberquert und ist
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sogar bis nach Britannien gesegelt, was
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vor ihm noch kein Römer gewagt hat.
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Diese Kriege sind extrem hart und
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grausam gewesen. Caesar hat in seinem
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berühmten Buch Debello Galico alles
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genau aufgeschrieben. Er hat darin
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beschrieben, wie er gegen mutige
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Anführer wie Werk Singitorix gekämpft
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hat. Werki Singitorix hat versucht, alle
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Galli gegen Rom zu vereinen, aber Caesar
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ist taktisch klüger gewesen. Bei der
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berühmten Belagerung von Alesia hat
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Caesar zwei Ringe aus Mauern um die
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Stadt gebaut, einen, um die Galia
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drinnen einzuschließen und einen
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zweiten, um sich gegen Verstärkung von
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außen zu schützen. Am Ende hat Caesar
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gewonnen und Werki Singitorix hat vor
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ihm kapituliert. Durch diesen Sieg hat
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Caesar nicht nur Gallien komplett für
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Rom erobert, sondern er ist auch
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unglaublich reich geworden. Er hat
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tausende Sklaven verkauft und hat
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riesige Mengen an Gold nach Rom
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geschickt. Noch wichtiger ist aber
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gewesen, dass seine Soldaten ihn jetzt
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über alles geliebt haben. Sie sind durch
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die jahrelangen Kämpfe zu einer
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perfekten Kampfmaschine geworden, die
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nur noch auf Caesars Befehle gehört hat.
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in Rom haben seine Feinde im Senat mit
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großer Angst auf diese Erfolge geblickt.
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Sie haben verstanden, dass Caesar jetzt
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eine Armee hat, die mächtiger ist als
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der Staat selbst. Das Trium Virat ist
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mittlerweile zerbrochen, da Krassus im
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Osten gefallen ist und Pompeius sich auf
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die Seite des Senats gestellt hat. Die
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politische Lage ist extrem angespannt
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gewesen. Caesar hat gewusst, wenn er
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ohne seine Armee nach Rom zurückkehrt,
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haben seine Feinde ihn sofort vor
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Gericht gestellt und vernichtet. So hat
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sich der große Konflikt vorbereitet. Im
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Januar 49 vor Christus hat sich die
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Situation in Rom dramatisch zugespitzt.
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Der Senat hat von Caesar verlangt, dass
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er sein Kommando abgibt und als
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Privatmann nach Rom zurückkehrt. Aber
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Caesar hat genau gewusst, dass dies sein
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Ende gewesen wäre. Er hat vor der Wahl
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gestanden, Gehorsam und Untergang oder
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Rebellion und Macht. Er hat sich für den
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Kampf entschieden. An der Grenze
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zwischen seiner Provinz und Italien hat
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der kleine Fluss Rubikon gelegen. Es ist
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ein Gesetz gewesen, dass kein General
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mit einer Armee diesen Fluss in Richtung
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Rom überqueren darf. Wer es trotzdem
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getan hat, ist automatisch ein
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Staatsfeind gewesen. Caesar hat lange am
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Ufer gezögert und hat über die
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Konsequenzen nachgedacht. Dann hat er
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den berühmten Satz gerufen: "Alea Yakda
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est! Die Würfel sind gefallen." Er hat
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den Fluss überquert und hat damit den
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Bürgerkrieg gegen seinen ehemaligen
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Freund Pompeus und den Senat offiziell
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gestartet.
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Sein Vormarsch ist unglaublich schnell
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gewesen. Viele Städte haben ihm sofort
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die Tore geöffnet, weil sie Angst vor
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seinen kampferprobten Legionen gehabt
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haben. Pompeus und die meisten Senatoren
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sind völlig überrascht gewesen und sind
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über das Meer nach Griechenland
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geflohen. Caesar ist ohne Kampf in Rom
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eingezogen und sich dort die Kontrolle
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über den Staatsschatz gesichert. Er hat
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jedoch keine Zeit zum Feiern gehabt,
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denn er hat Pompeus verfolgen müssen, um
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den Krieg endgültig zu beenden. In der
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großen Schlacht von Farsalos im Jahr 48
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vor Christus haben sich die beiden
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mächtigsten Männer Roms schließlich
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gegenübergestanden.
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Obwohl die Armee von Pompeus viel größer
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gewesen ist, hat Caesar durch eine
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überlegene Taktik gewonnen. Pompeus ist
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nach Ägypten geflohen, in der Hoffnung
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dort sicher zu sein. Aber Caesar ist ihm
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gefolgt und hat dort eine Entdeckung
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gemacht, die nicht nur sein politisches,
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sondern auch sein privates Leben
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komplett verändert hat. Als Caesar in
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Ägypten angekommen ist, hat er eine
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schreckliche Nachricht erhalten. Seine
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Gegner in Ägypten haben Pompeus bereits
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getötet, um Caesar zu gefallen. Aber
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Caesar ist darüber nicht glücklich
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gewesen. Er hat um seinen alten Freund
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und Rivalen geweint. In dieser Zeit hat
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er die junge Königin Kleopatra
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kennengelernt. Die Legende besagt, dass
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sie sich in einem Teppich versteckt hat,
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um heimlich in sein Zimmer zu kommen,
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weil ihr Bruder sie vom Thron gestoßen
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hat. Caesar ist von ihrer Intelligenz
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und Schönheit fasziniert gewesen und hat
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beschlossen, ihr zu helfen. Er hat einen
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harten Krieg in Alexandria geführt, um
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Kleopatra wieder zur alleinigen
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Herrscherin von Ägypten zu machen.
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Während dieser Zeit haben die beiden
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eine leidenschaftliche Romanze gehabt
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und sie haben später sogar einen
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gemeinsamen Sohn bekommen. Aber Caesar
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hat nicht ewig in Ägypten bleiben
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können, weil es an anderen Orten im
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Reich neue Aufstände gegeben hat. Er ist
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schnell nach Kleinasien in die heutige
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Türkei gereist, um gegen König Farnernes
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den I zu kämpfen. Dieser Feldzug ist
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unglaublich kurz gewesen. In der
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Schlacht von Zela hat Caesar den Feind
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in nur wenigen Stunden komplett
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vernichtet. Er ist so stolz auf diesen
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schnellen Sieg gewesen, dass er einen
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der berühmtesten Berichte der Geschichte
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an den Senat geschickt hat. Er hat nur
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drei Wörter geschrieben: Veni, Widi,
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Wicki. Ich bin gekommen, ich habe
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gesehen, ich habe gesiegt. Dieser Satz
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hat seinen Ruf als unbesiegbarer General
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perfekt unterstrichen. Nachdem er auch
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die letzten Reste der Armee von Pompeus
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in Afrika und Spanien besiegt hat, ist
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er als absoluter Herrscher nach Rom
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zurückgekehrt. Niemand hat es mehr
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gewagt, sich ihm offen
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entgegenzustellen.
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Nach seinen großen militärischen
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Erfolgen ist Caesar als unbestrittener
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Anführer nach Rom zurückgekehrt.
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Volk hat ihn mit riesigen Triumphen
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gefeiert und der Senat hat ihm immer
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mehr Titel verliehen. Schließlich hat
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Caesar sich selbst zum Diktator
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Perpetuo, Diktator auf Lebenszeit
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ernannt. Das hat bedeutet, dass er die
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alleinige Macht über den gesamten
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römischen Staat gehabt hat. Obwohl viele
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Senatoren das gehasst haben, hat Caesar
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diese Macht genutzt, um Rom radikal zu
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modernisieren.
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Eine seiner wichtigsten Taten ist die
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Reform des Kalanders gewesen. Vor Caesar
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ist das römische Jahr oft sehr ungenau
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gewesen, aber er hat mit Hilfe von
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ägyptischen Astronomen den julianischen
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Kalender eingeführt. Dieser Kalender hat
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365 Tage und ein Schaltjahr gehabt. Ein
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System, das wir in fast gleicher Form
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heute noch benutzen. Außerdem hat er
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neue Städte für seine Soldaten
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gegründet, die Schulden der Armen
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reduziert und große öffentliche Gebäude
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wie das Forum Julium bauen lassen. Er
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hat versucht, den Staat effizienter zu
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machen und das Leben der einfachen
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Bürger zu verbessern. Caesar hat sich
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jedoch nicht wie ein normaler Politiker
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verhalten, sondern immer mehr wie ein
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König. Er hat auf einem goldenen Thron
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gesessen und hat rote Stiefel getragen,
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die früher nur die Könige getragen
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haben. Er hat sogar zugelassen, dass man
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Statuen von ihm wie von einem Gott
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aufgestellt hat. Für die stolzen
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römischen Adligen ist das eine
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unerträgliche Beleidigung ihrer
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Traditionen gewesen. Sie haben
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gefürchtet, dass die Republik für immer
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am Ende ist und dass Caesar die totale
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Alleinherrschaft plant. In den dunklen
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Ecken des Senats hat sich deshalb eine
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gefährliche Verschwörung gegen ihn
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geformt. Am 15. März im Jahr 44 vor
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Christus ist einer der berühmtesten Tage
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der Geschichte eingetreten.
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In Rom hat man diesen Tag die Iden des
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März genannt. Julius Caesar hat geplant,
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bald zu einem neuen Krieg gegen die
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Parte aufzubrechen. Doch eine Gruppe von
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etwa 60 Senagoren hat beschlossen, dass
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er niemals lebend aus Rom weggehen darf.
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Diese Verschwörer haben sich selbst die
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Befreier genannt, weil sie geglaubt
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haben, daß sie die Freiheit der Republik
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retten müssen. Ihr Anführer ist Gus
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Cassius gewesen, aber auch Caesars enger
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Freund Markus Brutus hat mitgemacht. Es
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hat viele Warnungen gegeben. Die Legende
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besagt, dass ein Wahrsager Cesar gewarnt
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hat: "Hüte dich vor den Idden des März."
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Auch seine Frau Calpornia hat in der
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Nacht schreckliche Träume gehabt und hat
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ihn angefleht, zu Hause zu bleiben.
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Caesar hat zuerst gezögert, aber dann
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hat einer der Verschwörer ihn überzeugt,
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doch zum Senat zu gehen. Er ist ohne
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Leibwächter im Pompeus Theater
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angekommen, wo sich die Senatoren an
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diesem Tag getroffen haben. Sobald
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Caesar sich auf seinen Thron gesetzt
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hat, haben ihn die Verschwörer
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umzingelt. Einer hat ihm die Toga von
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der Schulter gezogen. Das ist das Signal
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gewesen. Dann haben sie mit ihren
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Dolchen auf ihn eingestochen. Cesar hat
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versucht sich zu wehren, aber als er
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gesehen hat, dass auch Brutus seinen
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Dolch gezogen hat, hat er den Kampf
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aufgegeben. Er hat seine Toga über den
18:24
Kopf gezogen und ist am Fuß der Statue
18:27
seines alten rivalen Pompeus gestorben.
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Er hat insgesamt 23 Stiche erhalten. Mit
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seinem Tod haben die Verschwörer
18:35
geglaubt, dass die Republik wieder frei
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ist, aber sie haben sich gewaltig
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geirrt. Nach dem gewaltsamen Tod von
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Caesar ist in Rom kein Frieden
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eingekehrt, sondern ein totales Chaos
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ausgebrochen. Die Verschwörer haben
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geglaubt, dass das Volk sie als Helden
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feiern würde, aber sie haben sich
18:55
geirrt. Die einfachen Bürger haben
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Caesar geliebt und sind über seinen Mord
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schockiert und wütend gewesen. Bei
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seiner Beerdigung hat sein treuer Freund
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Markus Antonius eine bewegende Rede
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gehalten und hat das blutige Gewand von
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Caesar gezeigt. Das hat die Menge so
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sehr aufgebracht, daß die Mörder aus Rom
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haben fliehen müssen. Es hat neue
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blutige Bürgerkriege gegeben, die viele
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Jahre gedauert haben. Am Ende ist jedoch
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nicht die Freiheit der Republik
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zurückgekehrt, sondern ein neuer starker
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Mann ist an die Macht gekommen, Caesars
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Adoptivsohn und Erbe Octavian. Er hat
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alle seine Feinde besiegt und ist
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schließlich unter dem Namen Augustus der
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erste richtige Kaiser von Rom geworden.
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Er hat das Werk von Caesar vollendet und
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hat das römische Reich in eine lange
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Zeit des Friedens und der Stabilität
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geführt.
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Julius Caesar hat die Welt für immer
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verändert. Sein Name ist so mächtig
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gewesen, dass er zum offiziellen Titel
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für alle späteren Herrscher des
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römischen Reiches geworden ist. Sogar
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jahrhunderte später haben mächtige
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Herrscher seinen Namen adaptiert. Das
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deutsche Wort Kaiser und das russische
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Wort Zar sind beide direkt von dem Namen
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Caesar abgeleitet worden. Obwohl er nur
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kurze Zeit als Diktator regiert hat, hat
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er die Basis für eine Weltmacht
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geschaffen, die noch über 400 Jahre lang
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existiert hat. Erst bis heute das Symbol
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für militärische Genialität und den
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absoluten Willen zur Macht.

