Heutiges Thema ist Römische Kaiserzeit.
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Die Geschichte von Rom beginnt nicht mit
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großen Häusern oder Soldaten, sie
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beginnt mit einer alten Legende. Vor
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fast 2800 Jahren gab es eine Stadt in
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Italien. Dort lebten zwei kleine Babys.
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Sie hießen Romulus und Remus. Ihr Onkel
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war ein böser Mann. Er wollte König
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sein. Deshalb hat er die Babys in einen
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Korb gelegt und den Korb in den Fluss
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Tieber geworfen. Er dachte, die Kinder
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sterben im Wasser. Aber das Wasser war
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ruhig und der Korb blieb am Ufer liegen.
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In der Nähe lebte eine Wölfin. Sie hörte
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die Babys weinen. Die Wölfin war nicht
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gefährlich. Sie hat die Kinder gerettet.
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Sie gab Romulus und Remus ihre Milch,
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genau wie kleinen Wölfen. Später fand
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ein Hirte die Kinder. Er nahm sie mit
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nach Hause. Er und seine Frau waren sehr
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lieb. Die Kinder wuchsen auf dem Land
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auf. Sie wurden groß und sehr stark. Sie
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wussten zuerst nicht, dass sie
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eigentlich Prinzen waren. Als sie
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erwachsen waren, erfuhren sie die
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Wahrheit. Sie gingen zurück in ihre alte
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Stadt und bestraften den bösen Onkel.
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Aber sie wollten nicht dort bleiben. Sie
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wollten eine eigene neue Stadt bauen.
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Sie fanden einen schönen Platz mit
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sieben Hügeln am Flussa. Doch dann gab
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es ein Problem. Die Brüder hatten
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Streit. Romulus baute eine Mauer für die
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Stadt. Remus lachte und sprang über die
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Mauer. Er sagte: "Diese Mauer ist viel
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zu klein." Romulus war sehr sauer und
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tötete seinen Bruder. Jetzt war Romulus
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allein. Er wurde der erste König der
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neuen Stadt. Er nannte die Stadt nach
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seinem Namen Rom. Das war im Jahr 753
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vor Christus. Am Anfang war Rom kleines
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Dorf mit Hütten aus Holz und Stroh. Die
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Menschen dort waren Hirten und Bauern.
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Niemand wusste damals, daß dieses kleine
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Dorf am Fluss später die größte und
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wichtigste Stadt der Welt sein würde.
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Für die Römer war Romulus ein Held und
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sie glaubten, dass ihr Volk von den
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Göttern geliebt wird. Nach Romulus gab
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es in Rom noch sechs andere Könige.
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Insgesamt waren es also sieben Könige.
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In dieser Zeit war Rom noch kein großes
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Imperium. Es war eine kleine, aber
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wichtige Stadt in Italien. Die Könige
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hatten sehr viel Macht. Sie waren
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Richter, Priester und Generäle in einem.
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Wenn der König sprach, mussten alle
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Menschen hören. Aber die Könige waren
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keine Götter. Sie mußten auch mit den
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reichen Männern der Stadt sprechen.
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Diese Gruppe von Männern hieß Senat. Die
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ersten Könige waren gut für die Stadt.
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Sie bauten die ersten Tempel für die
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Götter. Sie machten auch den ersten
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Marktplatz, das Forum Romanum. Dort
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kauften und verkauften die Menschen
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Brot, Wein und Tiere. Ein König baute
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auch eine große Mauer um die Stadt,
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damit Feinde nicht kommen konnten. Rom
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wurde größer und reicher. Viele Menschen
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aus anderen Dörfern kamen nach Rom, weil
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es dort Arbeit und Sicherheit gab. Die
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Stadt lernte viel von ihren Nachbarn,
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den Etruskern. Von ihnen lernten die
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Römer z.B., wie man große Häuser und
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Kanäle für das Wasser baut. Aber nicht
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alle Könige waren gut. Der letzte König
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von Rom hieß Taquinius Superbus. Er war
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ein sehr stolzer und böser Mann. Er
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hörte nicht auf den Senat und er war
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sehr grausam zum Volk. Er nahm den
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Menschen ihr Geld und zwang sie sehr
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hart zu arbeiten. Die Römer hatten Angst
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vor ihm, aber sie hatten auch sehr viel
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Wut. Im Jahr 509 vor Christus sagten die
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Adligen und das Volk: "Es reicht. Wir
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wollen keinen König mehr." Sie jagten
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Takinius aus der Stadt. Das war ein sehr
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wichtiger Moment in der Geschichte. Die
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Römer hasten das Wort König reag.
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Sie schworen, dass nie wieder ein
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einzelner Mann allein über Rom regieren
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darf. Sie wollten eine neue Form von
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Politik. Sie nannten sie Respublika. Das
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bedeutet Sache des Volkes. Damit endete
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die Zeit der Könige und die Zeit der
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berühmten römischen Republik begann. Rom
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war jetzt bereit, eine Weltmacht zu
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werden, aber ohne eine Krone auf dem
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Kopf eines Herrschers. Nach dem Ende der
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Könige wollten die Römer eine neue
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Ordnung. Sie sagten: "Rom gehört nicht
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einem Mann, Rom gehört uns allen." Sie
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nannten ihr System respublika. Das ist
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Latein und bedeutet die öffentliche
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Sache. In dieser Zeit war Rom sehr
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besonders, denn es gab keinen König
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mehr. Aber wer hatte jetzt die Macht? Es
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war ein System mit vielen Regeln. Die
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Römer wollten, daß kein Mann zu viel
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Macht hat. Deshalb gab es viele Ämter
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und Gruppen in der Stadt. Die wichtigste
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Gruppe war der Senat. Im Senat saßen
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etwa 300 Männer. Diese Männer hießen
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Senatoren. Sie waren meistens alt, sehr
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reich und sie kamen aus wichtigen
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Familien. Man nannte diese reichen
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Familien Patriia. Die Senatoren waren
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sehr mächtig. Sie machten Pläne für den
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Krieg. Sie sprachen über das Geld der
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Stadt und sie gaben Tipps für die
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Politik. Wenn der Senat etwas sagte,
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dann machten die Römer das meistens
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auch. Aber der Senat konnte nicht allein
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regieren. An der Spitze von Rom standen
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jedes Jahr zwei Männer. Sie hießen
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Konsulen. Warum zwei? Weil ein Mann
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allein zu gefährlich war. Die zwei
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Konsulen mußten immer zusammenarbeiten.
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Wenn ein Konsul nein sagte, dann durfte
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der andere Konsul nichts machen. Das
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Wort für ich, da biete es, ist Veto. Ein
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Konsul durfte nur ein Jahr lang
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regieren. Nach einem Jahr kamen zwei
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neue Männer. So blieb die Macht immer in
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Bewegung. Die Konsulen waren die Chefs
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der Armee und sie leiteten die Sitzungen
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im Senat. Aber es gab auch die normalen
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Menschen, Bauern, Handwerker und
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Händler. Sie hießen Plebea. Die Plebbea
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waren zuerst nicht glücklich, denn die
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Patriziia hatten fast alle Macht. Die
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Pleb sagten: "Wir kämpfen als Soldaten
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für Rom, also wollen wir auch Rechte
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haben." Sie streikten sogar und
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verließen die Stadt. Deshalb bekamen sie
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eigene Chefs, die Volkstribune. Ein
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Volkstribun war sehr wichtig. Er konnte
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veto gegen den Senat sagen, wenn ein
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Gesetz schlecht für das arme Volk war.
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So lernten die Römer zusammenzuleben.
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In dieser Zeit schrieben die Römer auch
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ihre ersten Gesetze auf große Tafeln aus
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Bronze. Diese Tafeln standen auf dem
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Marktplatz. Jetzt konnte jeder sehen,
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was erlaubt war und was nicht. Rom wurde
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durch diese Ordnung sehr stabil und
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stark. Die Römer waren sehr stolz auf
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ihre Republik. Auf ihren Fahnen und
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Gebäuden stand immer SPqr. Das bedeutet
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Senatus Populusqu Romanus. der Senat und
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das Volk von Rom. Zusammen begannen sie
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jetzt nicht nur ihre Stadt zu regieren,
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sondern ganz Italien zu erobern. Rom war
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eine sehr starke Stadt, weil Rom sehr
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gute Armee hatte. Die Soldaten in Rom
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hießen Legionäre. Ein Legionär war kein
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normaler Arbeiter. Er war ein Profi. Er
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machte den ganzen Tag Training. Er
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lernte, wie man perfekt mit dem Schwert
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kämpft und wie man sehr lange
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marschiert. Ein Soldat in Rom musste oft
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30 km an einem Tag zu Fuß gehen und
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dabei sehr schwere Sachen tragen. Die
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Ausrüstung von einem Soldaten war sehr
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modern. Er hatte einen großen Schild aus
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Holz und Leder. Dieser Schild hieß
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Skutum. Er hatte auch einen Helm aus
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Eisen und einen Panzer für den Körper.
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Seine Waffen waren ein kurzes Schwert,
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das Gladius, und ein langer Speer, der
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Pilum. Wenn die Soldaten
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zusammenkämpften, machten sie eine
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spezielle Formation. Sie stellten die
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Schilde eng zusammen, auch über den
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Kopf. Das sah aus wie ein Panzer von
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einer Schildkröte. Man nannte das die
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Testudo Formation.
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Die Legionäre lebten in großen Camps.
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Diese Camps waren wie kleine Städte. Es
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gab dort Zelte, eine Küche und sogar
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kleine Straßen. Wenn die Soldaten an
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einen neuen Ort kamen, bauten sie sofort
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eine Mauer aus Holz um ihr Camp. Sie
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waren nicht nur Kämpfer, sondern auch
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Bauarbeiter. Sie bauten viele Brücken
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und die berühmten römischen Straßen.
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Ohne diese guten Wege konnte die Armee
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nicht so schnell durch die Länder
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reisen. Ein Mann musste auf 20 oder 25
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Jahre lang Soldat sein. Das war ein sehr
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harter Job. Aber am Ende bekam der
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Soldat ein Stück Land oder viel Geld vom
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Staat. Die Disziplin in der Armee war
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sehr streng. Wer nicht hörte, bekam eine
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harte Strafe. Aber genau deshalb gewann
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Rom fast jeden Krieg. Die Feinde von Rom
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hatten oft Angst, wenn sie die roten
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Fahnen und die glänzenden Helme der
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Legionen sahen. Mit dieser Armee wurde
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Rom von einer kleinen Stadt zu einer
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Weltmacht. Rom war nun die Nummer 1 in
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Italien, aber im Süden, im Meer gab es
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eine andere reiche Stadt. Diese Stadt
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hieß Katago, heute in Tunesien. Katago
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hatte viele Schiffe und viel Geld. Rom
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und Katago wollten beide die Macht über
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das Mittelmeer. Deshalb gab es drei
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große Kriege. Man nennt diese Kriege die
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punischen Kriege. Der zweite Krieg war
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der berühmteste, denn dort gab es einen
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General namens Hannibal. Er war der
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größte Feind von Rom. Hannibal hatte
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einen verrückten Plan. Er wollte nicht
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mit dem Schiff nach Italien fahren, weil
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die römischen Schiffe sehr stark waren.
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Er nahm seine Armee und marschierte
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durch Spanien und Frankreich, aber dann
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kamen die Alpen. Das sind sehr hohe
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Berge mit viel Schnee und Eis. Hannibal
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hatte nicht nur Soldaten, er hatte auch
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73 Elefanten dabei. Die Soldaten und die
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Elefanten hatten große Angst. Viele
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Männer und Tiere starben in der Kälte,
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aber Hannibal schaffte es. Er kam von
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Norden nach Italien. Die Römer waren
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total schockiert. Sie dachten, wie
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kommen Elefanten über diese Berge?
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Hannibal gewann viele Schlachten gegen
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die Römer. In der Schlacht von Kanae
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besiegte er eine riesige römische Armee.
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Die Römer hatten nun große Angst. Sie
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sagten: "Hannibal Anteports." Das
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bedeutet: Hannibal ist vor den Toren.
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Die Menschen in Rom schlossen die Türen
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ihrer Häuser ab. Aber Hannibal konnte
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die Stadt Rom nicht erobern, weil er
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nicht genug Material für eine Belagerung
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hatte. Er blieb viele Jahre in Italien,
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aber er war allein. In dieser Zeit hatte
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ein römischer General namens Zipio eine
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Idee. Er sagte: "Wir gehen nicht gegen
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Hannibal in Italien kämpfen. Wir fahren
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mit dem Schiff direkt nach Afrika und
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greifen Kartago an. Das war ein genialer
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Plan. Hannibal mußte sofort zurück nach
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Hause fahren, um seine Stadt zu retten.
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Im Jahr 202 vor Christus gab es die
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letzte Schlacht bei Zama. Sipio besiegte
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Hannibal. Kartago verlor den Krieg und
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musste viel Geld an Rom zahlen. Später
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zerstörte Rom die Stadt Katago komplett.
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Nach diesem Sieg war Rom die einzige
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Supermacht am Mittelmeer. Die Römer
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nannten das Meer nun Maren Nostrum. Das
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bedeutet unser Meer. Hannibal war ein
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großer Held für sein Volk, aber am Ende
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war die Disziplin von Rom stärker als
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die Elefanten von Katago. Rom lernte in
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diesem Krieg sehr viel über Schiffe und
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Strategie. Jetzt war der Weg frei für
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ein riesiges Weltreich, das von Spanien
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bis nach Griechenland reichte. Julius
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Caesar war vielleicht der bekannteste
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Römer in der Geschichte. Er war kein
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König, aber er hatte mehr Macht als alle
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anderen. Caesar war ein genialer General
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und ein sehr kluger Politiker. Er
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wusste, was das Volk wollte. Brot und
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Siege. Zuerst ging er mit seiner Armee
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nach Gallien, das ist heute Frankreich.
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Acht Jahre lang kämpfte er dort. Er
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besiegte viele Stämme und machte Gallien
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zu einer römischen Provinz. Nach diesem
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Krieg war Caesar extrem reich und seine
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Soldaten liebten ihn wie einen Gott.
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Aber der Senat in Rom hatte Angst vor
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Caesar. Die Senatoren sagten: "Caar hat
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zu viel Macht. Er muss seine Armee
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verlassen und allein nach Rom kommen."
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Doch Caesar machte das nicht. Im Jahr
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vor Christus kam er mit seinen Soldaten
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an einen kleinen Fluss im Norden von
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Italien. Dieser Fluss hieß Rubikon. Es
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war verboten mit einer Armee über diesen
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Fluss zu gehen. Caesar wartete einen
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Moment und sagte dann seinen berühmten
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Satz: "Alea Yakta est". Das bedeutet:
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Die Würfel sind gefallen. Er ging über
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den Fluss und der Bürgerkrieg in Rom
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begann. Caesar gewann den Bürgerkrieg
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gegen seinen Rivalen Pompeus. Er reiste
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auch nach Ägypten und traf dort die
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Königin Kleopatra. Sie wurden ein Paar
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und Kleopatra half ihm mit viel Gold.
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Als Caesar zurück nach Rom kam, feierte
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er große Feste. Er wurde Diktator auf
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Lebenszeit. Er änderte viele Dinge. Er
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machte einen neuen Kalender, den
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julianischen Kalender. Er gab den armen
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Land und er baute neue Foren. Das Volk
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jubelte ihm zu, aber der Senat war sehr
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wütend. Die Senatoren dachten, er will
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wieder ein König sein. Das ist das Ende
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der Republik. Am 15. März im Jahr 4 vor
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Christus passierte ein Drama. Man nennt
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diesen Tag die Iden des März. Caesar
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ging zum Senat für eine Sitzung.
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Plötzlich holten viele Senatoren Messer
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aus ihren Togas. Sie stachen 23 mal auf
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Caesar ein. Unter den Mördern war auch
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sein Freund Brutus. Caar sah ihn und
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sagte: "Auch du, mein Sohn Brutus." Dann
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starb der mächtigste Mann von Rom auf
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dem Boden des Senats. Die Mörder
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dachten, sie retten die Republik, aber
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sie machten einen Fehler. Nach Caesars
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Tod gab es noch mehr Krieg und Chaos.
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Caesar hatte die Republik fast zerstört,
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aber er machte Rom auch sehr groß. Sein
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Name Caesar wurde später zu einem Titel
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für alle Herrscher. In Deutschland sagen
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wir heute noch Kaiser und in Russland
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Zar. Beide Wörter kommen von seinem
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Namen. Caesar war ein Mann der
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Superlative. Er kam, er sah und er
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siegte, aber am Ende war sein Stolz sein
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Schicksal. Nach ihm konnte Rom nie
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wieder eine einfache Republik sein. Nach
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dem Tod von Caesar gab es in Rom wieder
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viel Chaos und Krieg. Alle fragten sich,
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wer wird der neue Chef? Caesar hatte
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einen Adoptivsohn. Sein Name war
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Octavian. Er war erst 18 Jahre alt, aber
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er war sehr klug. Er kämpfte gegen die
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Mörder von Caesar und auch gegen seinen
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Rivalen Markus Antonius und die Königin
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Kleopatra. Im Jahr 31 vor Christus
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gewann Octavian eine große Seeschlacht
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bei Aktium. Jetzt war er der einzige
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Herrscher von Rom.
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Oktavian machte es besser als Caesar. Er
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sagte nicht, ich bin ein Diktator. Er
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sagte zum Senat: "Ich gebe euch die
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Macht zurück." Aber das war nur Politik.
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In Wahrheit kontrollierte er die ganze
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Armee und das ganze Geld. Der Senat gab
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ihm einen neuen Namen. Augustus. Das
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bedeutet der Erhabene. Augustus wurde
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der erste echte Kaiser von Rom. Er
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regierte sehr lange, fast 40 Jahre lang.
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Mit ihm begann eine Zeit ohne große
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Kriege im Land. Man nennt diese Zeit den
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Pax Romana, den römischen Frieden.
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Unter Augustus wurde Rom wunderschön. Er
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hatte viel Geld aus Ägypten. Augustus
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sagte einmal: "Ich fand eine Stadt aus
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Ziegelsteinen und ich lasse eine Stadt
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aus Marmor zurück." Er baute riesige
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Tempel, neue Foren und große Theater. Er
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machte auch eine eigene Garde für den
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Schutz des Kaisers, die Präer Garde. Das
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Reich wuchs und wurde sehr stabil. Die
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Menschen hatten wieder genug zu essen
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und die Wirtschaft war sehr gut. Die
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Römer liebten ihren Kaiser, weil er Ruhe
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in das Land brachte. Aber Augustus hatte
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auch Probleme. Im Norden, in den Wäldern
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von Germanien, verlor er im Jahr 9 nach
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Christus drei Legionen in einer großen
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Schlacht, die Varusschlacht. Augustus
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war sehr traurig und rief nachts:
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"Varus, gib mir meine Legionen zurück!"
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Er entschied dann, die Grenze von Rom
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ist der Fluss Rhein und die Donau. Das
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Imperium war jetzt an seinem Limit. Als
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Augustus im Jahr 14 nach Christus starb,
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war Rom kein Dorf und keine einfache
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Republik mehr. Es war das größte und
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stärkste Kaiserreich der Welt. Augustus
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zeigte der Welt, wie man ein Imperium
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leitet. Er war nicht nur ein Soldat,
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sondern ein Manager. Er machte Gesetze
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für die Familie, er baute Straßen durch
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ganz Europa und er machte Rom zum
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Zentrum der Zivilisation.
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Nach ihm nannten sich alle Herrscher
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Kaiser oder Augustus. Er war der
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Architekt einer neuen Era, die Hunderte
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von Jahren dauern sollte. Rom war nun
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bereit für sein goldenes Zeitalter. Rom
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war vor 2000end Jahren die größte Stadt
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der Welt. Mehr als eine Million Menschen
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lebten dort. Es war eine sehr laute,
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schmutzige, aber auch sehr moderne
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Stadt. Wenn man durch Rom ging, sah man
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alles. Reiche Senatoren in weißen Togas,
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arme Bettler, Händler aus Afrika und
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Soldaten aus Germanien. Die Straßen
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waren eng und voll mit Karren. Es gab so
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viel Lärm, dass man nachts oft nicht
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schlafen konnte. Kaiser Julius Caesar
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verbot sogar die Wagen am Tag, damit die
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Menschen laufen konnten. Das Leben der
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Menschen war sehr unterschiedlich. Die
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reichen Römer lebten in großen schönen
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Häusern. Diese Häuser hießen Domus. Sie
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hatten einen Garten in der Mitte, das
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Atrium, Mosaika auf dem Boden und bunte
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Bilder an den Wänden. Die armen Menschen
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lebten in großen Miethäusern aus Holz
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und Ziegeln. Diese Häuser hießen Insule
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Inseln. Sie waren oft fünf oder sechs
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Stockwerke hoch. Das war gefährlich,
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denn es gab oft Feuer und die Häuser
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fielen manchmal einfach um. In diesen
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Wohnungen gab es keine Küche und keine
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Toilette. Aber die Rümer hatten eine
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fantastische Erfindung, Wasser. Sie
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bauten riesige Leitungen aus Stein, die
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Aquedukte. Diese Leitungen brachten
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frisches Wasser aus den Bergen direkt in
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die Stadt. Das Wasser lief in
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öffentliche Brunnen an jeder Ecke. So
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hatten auch die Armen frisches Wasser
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zum Trinken. Die Römer liebten es auch
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sauber zu sein. Sie bauten riesige
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Badehäuser, die Thermen. Diese Termen
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waren wie moderne Wellness Zentren. Es
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gab dort warmes Wasser, kaltes Wasser
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und sogar eine Sauna. Die Menschen
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trafen sich dort jeden Tag zum Baden und
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zum Reden über Politik. Auch das Essen
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war in Rom wichtig. Die Reichen machten
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große Partys mit teurem Wein, Fleisch
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und exotischen Früchten. Die armen Römer
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aßen meistens Puls. Das war ein Brei aus
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Getreide und Wasser. Weil sie zu Hause
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kein Feuer hatten, kauften sie oft
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fertiges Essen an kleinen Ständen auf
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der Straße. Das war wie das Fastfood von
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heute. Rom war eine Stadt voller Leben.
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Es war nicht immer einfach dort zu
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wohnen, aber die Römer waren sehr stolz
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auf ihre Stadt. Sie sagten: "Rom ist die
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Hauptstadt der Welt, Roma Kaputmundi."
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In Rom gab es ein sehr wichtiges Motto
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für die Kaiser. Panem Zirkensis. Das ist
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Latein und bedeutet Brot und Spiele. Die
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Kaiser wussten, wenn das Volk Hunger hat
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oder Langeweile hat, dann gibt es
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Revolution. Deshalb gaben sie den armen
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Menschen kostenloses Getreide für Brot
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und sie machten riesige Shows, damit die
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Menschen Spaß hatten. Die größte Arena
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für diese Shows war das Kolosseum in der
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Mitte von Rom. Es war so groß, dass
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50.000 Menschen dort sitzen konnten. Die
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Stars im Kolosseum waren die
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Gladiatoren. Das waren meistens Sklaven
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oder Gefangene, aber sie trainierten wie
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Profisportler in speziellen Schulen. Ein
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Gladiator hatte oft eine schwere
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Rüstung, einen Helm und ein Schwert oder
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einen Dreizack mit einem Netz. Im
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Kolosseum kämpften sie gegeneinander.
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Manchmal kämpften sie auch gegen wilde
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Tiere wie Löwen, Tiger oder Bären aus
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Afrika.
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Die Kämpfe waren sehr gefährlich und oft
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blutig. Wenn ein Gladiator am Boden lag,
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fragte der Gewinner das Volk: "Soll er
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leben?" Das Volk zeigte dann mit dem
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Daumen nach oben oder nach unten. Aber
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es gab nicht nur Gladiatorenkämpfe.
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Die Römer liebten auch Wagenrennen.
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Dafür bauten sie den Zirkus Maximus. Das
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war eine gigantische Rennbahn für
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Streitwagen mit Pferden. Die Fahrer
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fuhren sieben Runden extrem schnell. Es
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gab oft Unfälle und es war sehr
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spannend. Die Menschen hatten Fanclubs,
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genau wie heute beim Fußball. Es gab die
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roten, die weißen, die Grünen und die
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blauen. Die Fans schrien und wetteten
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viel Geld auf ihre Lieblingsteams.
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Diese Spiele kosteten den Kaiser sehr
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viel Geld. Er bezahlte alles, damit das
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Volk ihn liebte. Ein Tag im Kolosseum
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war für die Rühmer wie ein Feiertag. Es
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gab Musik, Essen und viel Action. Für
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uns heute sieht das sehr grausam aus,
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aber für die Rümer war es der beste
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Sport der Welt. Das Kolosseum steht
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heute noch in Rom. Es ist ein Symbol für
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die Macht der Kaiser und für die Lust
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der Menschen an großen Shows. Rom war
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die Stadt der Unterhaltung und der
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Kaiser war der Chef der Show. Ein altes
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Sprichwort sagt: "Alle Wege führen nach
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Rom." Vor 2000 Jahren war das fast die
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Wahrheit. Das römische Reich war riesig,
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von England bis nach Afrika. Um dieses
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Land zu kontrollieren, brauchte der
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Kaiser sehr gute Verbindungen. Die Römer
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waren die besten Straßenbauer der Welt.
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Sie bauten über 80.000 1000 km Straßen
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aus Stein. Diese Straßen waren so
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stabil, dass einige davon heute noch
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existieren. Die römischen Straßen waren
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nicht einfach nur Schmutzwege, sie waren
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wie moderne Autobahnen. Die Soldaten
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gruben zuerst tiefe Löcher, dann füllten
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sie diese mit Sand und großen Steinen.
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Oben legten sie flache glatte Steine.
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Die Straßen waren in der Mitte ein
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bisschen höher, damit der Regen nach
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links und rechts laufen konnte. So
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blieben die Wege auch bei schlechtem
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Wetter trocken und sauber. Das war
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perfekt für die schweren Wagen der
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Händler und für die marschierenden
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Legionäre. An den Straßen gab es kleine
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Steine mit Zahlen. Das waren die
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Meilensteine. Ein Meilenstein sagte dem
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Reisenden: "Du bist noch 50 km von der
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nächsten Stadt weg. Es gab auch viele
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Stationen für die Post. Dort konnten die
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Boten ihre Pferde wechseln oder in einem
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kleinen Hotel schlafen. Dank dieser
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Infrastruktur konnten Nachrichten sehr
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schnell durch das ganze Imperium reisen.
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Ein Brief von Rom nach Frankreich
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brauchte nur ein paar Tage. Das war für
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diese Zeit eine Sensation. Warum baute
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Rom so viele Straßen? Der wichtigste
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Grund war die Armee. Wenn es im Norden
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Krieg gab, mussten die Soldaten schnell
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dort sein. Aber auch für das Geld war es
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gut. Die Händler brachten Seide aus
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Asien, Gold aus Spanien und Getreide aus
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Ägypten über diese Wege direkt nach Rom.
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Die Straßen waren das Skelett vom
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römischen Reich. Sie hielten alle
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Provinzen zusammen. Ohne diese Wege wäre
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das Imperium sehr schnell auseinander
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gefallen. Die Römer hatten nicht nur
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einen Gott, sie hatten sehr viele Götter
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für alles im Leben. Es gab einen Gott
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für den Krieg, eine Göttin für die Liebe
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und sogar kleine Götter für die Haustür
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oder für das Essen in der Küche. Die
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Römer glaubten, wenn die Götter
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glücklich sind, dann ist Rom stark. Wenn
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die Götter sauer sind, dann gibt es
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Krieg oder Hunger. Deshalb war die
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Religion in Rom im Alltag extrem
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wichtig. Jeder Römer hatte zu Hause
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einen kleinen Altar für seine privaten
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Schutzgötter.
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An der Spitze der Götter stand Jupiter.
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Er war der König der Götter und der Gott
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des Himmels. Sein Symbol war der Blitz.
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Wenn es donnerte, dachten die Römer:
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Jupiter ist wütend. Seine Frau hieß
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Juno. Sie war die Beschützerin der
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Frauen und der Familie. Ein anderer sehr
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wichtiger Gott war Mars. Er war der Gott
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des Krieges. Da die Römer sehr viel
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kämpften, beteten die Soldaten oft zu
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Mars. Sie brachten ihm Opfer, damit sie
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die nächste Schlacht gewinnen. Die Römer
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waren sehr offen für andere Kulturen.
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Als sie Griechenland eroberten, sahen
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sie die griechischen Götter. Sie fanden
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sie toll und nahmen sie einfach mit. Sie
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änderten nur die Namen. Aus Zeus wurde
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Jupiter, aus Ares wurde Mars und aus
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Aphrodite wurde Venus, die Göttin der
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Liebe. Die Römer bauten für ihre Götter
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gigantische Tempel aus Marmor. Der
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schönste Tempel in Rom war das Pantheon.
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Es hatte eine riesige Kuppel mit einem
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Loch oben. Durch dieses Loch konnten die
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Götter direkt in den Tempel schauen. In
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den Tempeln arbeiteten Priester. Sie
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machten jeden Tag Zeremonien. Sie
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töteten oft Tiere. wie Schweine oder
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Ochsen als Geschenk für die Götter. Die
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Priester schauten auch in die Natur. Was
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machen die Vögel? Wie sieht das Wetter
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aus? Sie dachten, dass sie so die
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Zukunft sehen können. Wenn die Zeichen
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schlecht waren, durfte die Armee nicht
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in den Krieg ziehen. Die Religion war
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also auch Politik. Sogar die Kaiser
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sagten später: "Ich bin ein Gott." So
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mußten alle Menschen in Rom nicht nur zu
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den alten Göttern, sondern auch zum
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Kaiser beten. Die Götter waren wie eine
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große, komplizierte Familie. Sie hatten
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Streit, sie liebten sich und sie halfen
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den Menschen oder auch nicht. Für einen
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Römer war es ganz normal, an viele
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Götter zu glauben. Es war ein
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Tauschgeschäft. Ich gebe dir ein Opfer
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und du gibst mir Erfolg. Diese Götter
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waren über 1000 Jahre lang die Herren
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von Rom, bis eine neue Religion aus dem
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Osten kam. das Christentum. Aber bis
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dahin regierten Jupiter und seine
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Familie das Schicksal des Imperiums.
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Stell dir eine ganz normale römische
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Stadt am Meer vor. Es gibt dort Märkte,
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Tempel, ein Theater und viele Menschen.
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Diese Stadt hieß Pompei. Sie lag im
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Süden von Italien, direkt neben einem
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großen Berg. Die Menschen dachten,
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dieser Berg ist ein ganz normaler Hügel,
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aber sie nachten einen Fehler. Der Berg
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war ein Vulkan. Sein Name war Vesuv.
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Über viele hundert Jahre hatte der
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Vulkan geschlafen. Die Menschen in
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Pompei waren glücklich und hatten keine
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Angst. Im Jahr 79 nach Christus
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passierte das Unglück. Am Mittag gab es
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plötzlich einen riesigen Knall. Der
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Wesuv explodierte. Eine gigantische
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Wolke aus schwarzem Rauch und Asche
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stieg Kilometer hoch in den Himmel. Die
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Sonne war weg und es wurde mitten am Tag
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dunkel wie in der Nacht. Heiße Steine
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und Asche fielen wie Regen auf die
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Häuser von Pompei. Die Menschen bekamen
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Panik. Einige rannen zum Meer, andere
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versteckten sich in ihren Kellern. Sie
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hofften, dass das Feuer bald aufhört,
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aber der Vulkan war zu stark. Eine Welle
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aus extrem heißem Gas und Asche kam den
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Berg runter. Sie war so schnell wie ein
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Flugzeug. Die Menschen in der Stadt
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hatten keine Chance. Sie starben sofort,
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weil die Luft zu heiß war. In nur
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wenigen Stunden war die ganze Stadt
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unter einer dicken Schicht aus Asche
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begraben. Pompei war weg. Es war wie
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eine Geisterstadt unter der Erde. Über
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1500 Jahre lang wusste niemand mehr, wo
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genau Pompei war. Der Name der Stadt
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wurde fast vergessen. Im 18. Jahrhundert
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fanden Arbeiter die Stadt wieder. Sie
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gruben im Boden und fanden plötzlich
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Mauern, Gold und sogar Brot, das noch im
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Ofen lag. Weil die Asche alles perfekt
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konserviert hatte, sah Pompei fast so
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aus wie am Tag der Katastrophe. Die
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Archäologen fanden auch Hohlräume im
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Boden. Sie füllten diese mit Gips. So
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konnten sie die Formen der Menschen
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sehen, die in der Asche starben. Man
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sieht ihre Angst und ihre letzten
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Momente. Das ist sehr traurig, aber auch
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sehr interessant. Heute ist Pompei ein
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riesiges Museum. Unter freiem Himmel.
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Millionen von Touristen besuchen jedes
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Jahr die alten Straßen. Man kann in die
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Häuser gehen, die bunten Bilder an den
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Wänden sehen und die alten Geschäfte
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besuchen. Pompei ist wie eine
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Zeitmaschine. Es zeigt uns das echte
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Leben der Römer vor 2000 Jahren, von der
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Küche bis zum Schlafzimmer. Der Wesuv
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schläft heute wieder, aber er ist immer
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noch gefährlich. Pompei erinnert uns
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daran, wie stark die Natur ist und wie
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schnell eine ganze Welt untergehen kann.
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Am Anfang war das Christentum in Rom
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kleine und unbekannte Gruppe. Die ersten
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Christen kamen aus dem Osten aus Judäa.
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Sie hatten eine Botschaft, es gibt nur
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einen Gott. Für die Römer war das sehr
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seltsam und auch gefährlich. Warum? Weil
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die Römer an viele Götter glaubten und
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auch den Kaiser wie einen Gott ehrten.
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Die Christen sagten: "Wir beten nicht
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zum Kaiser, wir beten nur zu Jesus
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Christus." Das war für den Staat eine
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Provokation.
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Viele Jahre lang hatten die Christen ein
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schweres Leben. Die Kaiser verboten die
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neue Religion. Manchmal gab es große
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Verfolgungen. Der Kaiser Nero z.B. gab
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den Christen die Schuld für ein großes
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Feuer in Rom. Viele Christen starben im
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Kolosum oder wurden verhaftet. Deshalb
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trafen sich die Gläubigen heimlich. Sie
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bauten unter der Erde lange Gänge, die
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Katakompen. Dort beteten sie und
31:00
begruben ihre Toten. Sie benutzten
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geheime Zeichen wie einen Fisch, damit
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andere Christen sie erkannten.
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[räuspern]
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Aber das Christentum wuchs trotzdem.
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Warum? Weil die Botschaft für die armen
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Menschen und für die Sklaven sehr
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attraktiv war. Die Christen sagten: "Vor
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Gott sind alle Menschen gleich. Es gibt
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ein Leben nach dem Tod im Himmel. Das
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gab den Menschen Hoffnung in einer
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harten Welt. Auch reiche Römer fanden
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die neue Religion gut. Nach 300 Jahren
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war fast jeder zehnte Mensch im Reich
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ein Christ. Die Kaiser merkten, dass sie
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diese Bewegung nicht mehr mit Gewalt
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stoppen konnten. Im Jahr 312 nach
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Christus passierte das Wunder. Der
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Kaiser Konstantin hatte eine Vision vor
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einer großen Schlacht. Er sah ein Kreuz
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am Himmel und hörte die Stämme: "In
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diesem Zeichen wirst du siegen."
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Konstantin gewann die Schlacht und wurde
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der neue Chef von Rom. Ein Jahr später
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machte er das Mailänderedikt. Er sagte:
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"Ab heute ist das Christentum erlaubt.
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Niemand darf die Christen mehr
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bestrafen." Konstantin selbst baute
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große Kirchen wie die erste Peterskirche
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in Rom. Später im Jahr nach Christus
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ging der Kaiser Theodosius noch einen
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Schritt weiter. Er machte das
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Christentum zur Staatsreligion.
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Jetzt war es die einzige offizielle
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Religion von Rom. Die alten Tempel von
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Jupiter und Mars wurden geschlossen oder
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wurden zu Kirchen. Aus der kleinen
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verfolgten Gruppe wurde die mächtigste
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Organisation der Welt. Das Christentum
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änderte die Kultur von Europa für immer.
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Sogar als das römische Reich später
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kaputt ging, blieb die Kirche stark und
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rettete viel Wissen aus der Antike. Das
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römische Reich war im vierten
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Jahrhundert nach Christus einfach zu
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groß. Stell dir vor, ein Kaiser in der
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Stadt Rom musste alles kontrollieren,
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von den kalten Grenzen in Schottland bis
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zu den heißen Wüsten in Ägypten. Es gab
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zu viele Feinde an den Grenzen, zu viele
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Soldaten, die bezahlt werden mussten und
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zu viele Probleme mit dem Geld. Die
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Kommunikation war langsam. Ein Brief von
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einer Seite zur anderen brauchte viele
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Wochen. Ein Mann allein konnte diesen
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riesigen Körper nicht mehr gesund
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halten. Ein Kaiser namens Diokleizian
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hatte zuerst eine Idee. Er teilte die
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Arbeit. Er sagte, wir brauchen vier
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Herrscher. Aber das machte alles nur
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komplizierter.
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Später baute Kaiser Konstantin eine neue
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zweite Hauptstadt im Osten. Diese Stadt
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hieß Byzanton, aber er nannte sie nach
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seinem Namen Konstantinopel. Das ist
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heute Istanbul. Diese Stadt war sehr
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reich und sicher, weil sie am Meer lag.
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Rom im Esten dagegen wurde immer ärmer
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und schwächer. Im Jahr 395 nach Christus
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passierte es offiziell. Der Kaiser
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Theodosius starb. Er gab seinen zwei
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Söhnen jeweils eine Hälfte vom Reich. So
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entstanden zwei verschiedene Staaten.
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Erstens Westrom. Die Hauptstadt war
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zuerst Rom, später Ravenna. Hier sprach
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man Latein. Zweitens Ostrom, Byzanz. Die
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Hauptstadt war Konstantinopel. Hier
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sprach man Griechisch. Diese Teilung war
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der Anfang vom Ende. Westrom hatte große
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Probleme. Die Armee war nicht mehr so
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stark wie früher und viele germanische
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Stämme kamen über die Grenzen. Ostrom
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dagegen hatte viel Gold und gute
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Händler. Die zwei Hälften halfen sich
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nicht immer. Manchmal schauten die
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Kaiser im Osten nur zu, wie der Westen
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im Chaos versank. Das Imperium war wie
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ein altes Schiff, das in der Mitte
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kaputt gegangen war. Die Teilung zeigte,
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Rom war nicht mehr unbesiegbar. Die
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Einheit, die Augustus und Caesar
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geschaffen hatten, war weg. Im Westen
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begann die Zeit der großen Angst vor den
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Barbaren. Im Osten aber blühte die
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Kultur weiter auf. Diese Trennung
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zwischen West und Ost prägt Europa bis
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heute in der Religion, in der Sprache
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und in der Politik. Der Riese war jetzt
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zwei kleine Männer und einer von ihnen
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sollte bald sehr tief fallen. Warum ist
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das große römische Reich am Ende kaputt
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gegangen? Es gab nicht nur einen Grund,
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es waren viele Probleme zusammen. Im
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fünften Jahrhundert nach Christus war
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Westrom sehr schwach. Die Wirtschaft war
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schlecht, die Steuern waren zu hoch und
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die Menschen hatten kein Vertrauen mehr
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in den Kaiser. Viele Soldaten in der
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römischen Armee waren jetzt eigentlich
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Germanen. Sie kämpften für Geld, aber
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sie hatten keine Liebe für die Stadt
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Rom. Von Norden und Osten kamen viele
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neue Völker nach Europa. Man nennt diese
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Zeit die Völkerwanderung.
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Stämme wie die Goten, die Vandalen und
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die Hunnen suchten neues Land und Gold.
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Sie sahen, dass die Grenzen von Rom
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nicht mehr sicher waren. Im Jahr 410
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nach Christus passierte ein Schock. Die
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Goen kamen direkt in die Stadt Rom. Sie
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stahlen das Gold aus den Tempeln und
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zerstörten viele Häuser. Die ewige Stadt
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war nicht mehr sicher. Der letzte Kaiser
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von Westrum war ein Junge. Er hieß
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ironischerweise Romulus Augustulus.
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Genau wie der erste König und der erste
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Kaiser. Er hatte keine echte Macht mehr.
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Im Jahr 476 nach Christus sagte ein
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germanischer General namens Odoaka: "Du
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bist kein Kaiser mehr. Ich bin jetzt der
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Chef." Er schickte den Jungen weg. Das
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war der offizielle Moment. Das
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weströmische Reich existierte nicht
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mehr. In Europa begann jetzt eine neue
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Zeit, das Mittelalter.
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Aber Rom war nicht ganz weg. Das
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oströmische Reich Byzanz mit der
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Hauptstadt Konstantinopel blieb noch
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fast 1000 Jahre lang stark. Dort lebten
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die römischen Traditionen weiter. Und
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auch im Westen blieb vieles. Wir
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benutzen heute noch das römische
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Alphabet. Wir sprechen Sprachen wie
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Französisch, Spanisch oder Italienisch,
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die von Latein kommen und viele unserer
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Gesetze sind römisch. Die Steine von Rom
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gingen kaputt, aber die Ideen von Rom
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leben heute noch in unserer Welt. Das
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war die Reise durch 1000 Jahre Roma, von
37:14
einem kleinen Korb im Fluss bis zum
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brühsten Imperium der Welt. Rom lehrt
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uns, nichts bleibt für immer, aber große
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Kulturen lassen Spuren für die Zukunft
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zurück. Wenn du heute durch eine moderne
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Stadt gehst, denk daran, ein kleiner
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Teil davon ist vielleicht noch ein
37:32
bisschen römisch.

