Heutiges Thema ist Louis Pasteur.
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Louis Pasteur ist am 27. Dezember 1822
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in der kleinen Stadt Do in Frankreich
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geboren worden. Sein Vater Jeanpasteur
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ist ein Gerber gewesen. Das bedeutet,
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dass er den ganzen Tag mit Leder
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gearbeitet hat. Die Arbeit ist sehr hart
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und schmutzig gewesen, aber sein Vater
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hat viel Disziplin gehabt. Er hat
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gewollt, dass sein Sohn ein besseres
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Leben hat. Deshalb hat er Louis immer
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gesagt, du musst fleißig lernen. In der
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Schule ist Louis am Anfang kein Genie
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gewesen. Er ist ein ganz normaler
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Schüler gewesen. Er hat eine große
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Leidenschaft für die Kunst gehabt. Er
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hat in seiner Freizeit sehr viel gemalt
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und gezeichnet. Er hat wunderschöne
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Portraits von seinen Eltern und Nachbarn
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gemacht. Seine Lehrer haben gedacht,
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Louis wird später ein großer Künstler.
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Aber Louis hat auch eine andere Seite
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gehabt. Er ist sehr neugierig gewesen
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und hat die Natur genau beobachtet.
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Mit sech Jahren ist Louis nach Paris
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gegangen. Er hat dort an einer sehr
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berühmten Schule studiert, der Icol
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normal Supieur. Am Anfang hat er großes
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Heimweg gehabt. Er hat seine Familie und
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seine kleine Stadt vermisst. Aber er hat
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nicht aufgegeben. Er hat sich in der
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Bibliothek versteckt und hat Tag und
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Nacht Chemie und Physik gelernt. Er hat
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verstanden, dass die Wissenschaft wie
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ein großes Rätsel ist, das er lösen
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möchte.
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Im Jahr 1847
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hat er sein Studium abgeschlossen und
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ist Doktor der Naturwissenschaften
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geworden. Er hat nicht mehr gemalt, aber
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er hat seine Augen wie ein Künstler
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benutzt. Er hat Dinge unter dem
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Mikroskop ganz genau angeschaut. Er hat
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gewusst, dass er die Welt verändern
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kann. Er hat in dieser Zeit eine sehr
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wichtige Entscheidung getroffen. Er hat
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die Kunst verlassen und hat sein ganzes
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Leben der Forschung geschenkt. Das ist
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der Beginn von einer Reise gewesen, die
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Millionen von Menschenleben gerettet
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hat. Nach seinem Studium in Paris ist
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Leis Pasteur, ein junger Professor für
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Chemie geworden. Er hat eine sehr
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interessante Frage gehabt. Warum sind
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manche Stoffe in der Natur gleich, aber
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sie reagieren anders auf das Licht? Er
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hat angefangen, die Weinsäure zu
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untersuchen. Das ist eine Säure, die man
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in Weinfässern findet. Er hat die
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kleinen Kristalle dieser Säure unter
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einem Mikroskop ganz genau angeschaut.
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Dabei hat er etwas Unglaubliches
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bemerkt. Er hat gesehen, dass die
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Kristalle nicht alle gleich gewesen
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sind. Es hat zwei verschiedene Arten von
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Kristallen gegeben. Die eine Gruppe ist
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nach rechts gedreht gewesen und die
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andere Gruppe ist nach links gedreht
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gewesen. Sie sind wie unsere rechte und
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unsere linke Hand gewesen. Sie haben
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fast gleich ausgesehen, aber sie haben
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nicht perfekt aufeinander gepasst. Man
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nennt das heute Chiralität oder
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Händigkeit von Molekülen. Pasteur ist
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sehr aufgeregt gewesen. Er hat mit einer
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kleinen Pinzette die Kristalle
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vorsichtig sortiert. Er hat die rechten
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Kristalle auf die eine Seite und die
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linken Kristalle auf die andere Seite
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gelegt. Das ist eine sehr mühsame Arbeit
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gewesen und hat viele Stunden gedauert.
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Er hat dann gezeigt, wenn man Licht
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durch diese Kristalle schickt, dreht
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sich das Licht in verschiedene
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Richtungen. Er hat bewiesen, dass die
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Form der Moleküle eine große Rolle
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spielt. Sein alter Professor hat zuerst
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nicht an diese Entdeckung geglaubt. Er
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hat gesagt, das ist unmöglich, Leis.
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Aber Pasteur hat das Experiment vor
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seinen Augen wiederholt. Der Professor
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ist so beeindruckt gewesen, daß er
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gerufen hat: "Mein liebes Kind, ich habe
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die Chemie mein ganzes Leben geliebt,
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aber das hier ist das Schönste, was ich
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je gesehen habe. Diese Entdeckung hat
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Pasteur weltweit berühmt gemacht. Er hat
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verstanden, dass das Leben eine
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spezielle Symmetrie hat. Er hat in
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dieser Zeit gelernt, der Zufall hilft
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nur dem Geist, der vorbereitet ist. In
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den 1850er Jahren hat die Weininustrie
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in Frankreich eine große Krise gehabt.
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Viele Weinfässer sind schlecht geworden.
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Der Wein hat sauer wie Essig geschmeckt
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und man hat ih nicht mehr verkaufen
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können. Die Winzer haben viel Geld
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verloren und haben nicht gewusst, warum
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das passiert ist. Sie haben Louis
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Pasteur um Hilfe gebeten. Pasteur ist
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nach Lil im Norden von Frankreich
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gegangen und hat dort in einer Fabrik
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für Alkohol gearbeitet. Pasteur hat
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Proben von gutem Wein und von schlechtem
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Wein genommen. Er hat diese Proben unter
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sein Mikroskop gelegt und hat sie
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stundenlang beobachtet. Er hat etwas
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faszinierendes gefunden. Im guten Wein
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hat er runde gesunde Hefezellen gesehen,
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aber im sauren Wein hat er ganz andere
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kleine und längliche Lebewesen gefunden.
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Er hat verstanden, dass diese winzigen
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Organismen, die Bakterien, den Wein
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krank gemacht haben. Er hat bewiesen,
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dass die Fermentation kein rein
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chemischer Prozess ist, sondern ein
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biologischer Prozess von lebenden
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Zellen. Er hat dann ein Experiment
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gemacht, um diese Bakterien zu stoppen.
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Er hat gewusst, dass Hitze viele
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Lebewesen töten kann. Er hat den Wein
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vorsichtig auf eine Temperatur zwischen
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50 und 60°CUS erhitzt. Das ist warm
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genug gewesen, um die schlechten
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Bakterien zu töten, aber es hat den
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Geschmack vom Wein nicht zerstört. Die
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Winzer sind zuerst sehr skeptisch
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gewesen, aber das Experiment hat perfekt
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funktioniert. Der Wein ist haltbar
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geblieben. Diese Methode hat die Welt
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verändert. Man hat sie später auch für
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Bier und vor allem für Milch benutzt.
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Man nennt diesen Prozess heute zu Ehren
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von Louis pasteurisieren.
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Durch diese Entdeckung hat Pasteur nicht
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nur die französische Wirtschaft
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gerettet, sondern er hat auch gezeigt,
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dass Mikroben, winzige Lebewesen überall
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in unserer Umwelt sind. Er hat
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verstanden, wenn Mikroben Weinkrank
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machen können, dann können sie
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vielleicht auch Tiere und Menschen krank
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machen. Das ist der Moment gewesen, in
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dem moderne Medizin wirklich begonnen
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hat. In der Mitte desunzehn.
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Jahrhunderts haben viele Wissenschaftler
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geglaubt, dass Mikroben, winzige
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Lebewesen einfach so entstehen können.
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Sie haben gedacht, wenn Fleisch
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verrottet, entstehen die Bakterien von
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selbst aus der toten Materie. Man hat
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das Generatio Equivoka genannt. Pasteur
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hat aber nicht an diese Theorie
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geglaubt. Er hat gesagt: "Nein, Mikroben
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sind überall in der Luft. Sie fallen auf
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das Essen und vermehren sich dort. Um
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das zu beweisen, hat er ein geniales
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Experiment vorbereitet. Im Jahr 1862
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hat Pasteur spezielle Glasflaschen
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benutzt. Er hat den Hals dieser Flaschen
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mit Feuer erhitzt und ihn lang und
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gebogen wie den Hals von einem Schwann
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gemacht. Man nennt diese Flaschen heute
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Schwannenhalskolben.
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Er hat eine Fleischsuppe, Brühe, in die
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Flaschen gefüllt und die Suppe gekocht.
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Durch das Kochen hat er alle Mikroben in
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der Suppe getötet. Die Luft hat durch
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den langen gebogenen Hals in die Flasche
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kommen können, aber der Staub und die
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Mikroben aus der Luft sind im Bogen des
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Halses hängen geblieben. Sie haben die
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Suppe nicht erreichen können. Das
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Ergebnis ist unglaublich gewesen. Die
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Suppe in den Schwanenhalskolben ist
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monatelang frisch und sauber geblieben.
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Es sind keine Bakterien in der Suppe
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gewachsen, obwohl Luft in der Flasche
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gewesen ist. Aber sobald Pasteur den
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Hals der Flasche abgebrochen hat, ist
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der Staub mit den Mikroben direkt in die
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Suppe gefallen. Nach nur wenigen Tagen
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ist die Suppe schlecht geworden und
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Millionen von Bakterien sind darin
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gewachsen. Damit hat Pasteur
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zweifelsfrei bewiesen: Leben entsteht
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nur aus Leben. Mikroben kommen von
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anderen Mikroben. Sie entstehen nicht
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von selbst. Dieses Experiment hat die
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gesamte Wissenschaft schockiert und
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fasziniert. Pasteur hat den Preis der
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Pariser Akademie der Wissenschaften
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gewonnen. Aber die Entdeckung hat noch
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viel wichtigere Folgen gehabt. Wenn
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Mikroben durch die Luft fliegen, dann
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können sie auch Wunden infizieren. Ärzte
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haben angefangen zu verstehen, warum
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Patienten nach einer Operation oft
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gestorben sind. Sie haben gelernt, daß
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sie ihre Hände und ihre Instrumente
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waschen müssen. Pasteur hat damit die
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Grundlage für die Hygiene und die
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Antisepsis im Krankenhaus geschaffen. Er
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hat gezeigt, dass Sauberkeit kein Luxus
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ist, sondern eine absolute
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Notwendigkeit, um Leben zu retten. Im
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Jahr 1865
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hat die Seidenindinustrie in Frankreich
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ein riesiges Problem gehabt. Die
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Seidenraupen sind krank geworden. Sie
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haben schwarze Flecken am Körper gehabt
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und sind gestorben. Man hat diese
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Krankheit Peberin genannt. Tausende
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Familien in Südfrankreich haben ihre
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Arbeit verloren, weil es keine Seide
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mehr gegeben hat. Die Regierung hat
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Louis Pasteur um Hilfe gebeten. Er ist
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in die Stadt Ales gereist. Er hat am
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Anfang gezögert, weil er kein Experte
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für Insekten gewesen ist. Aber er hat
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gesagt, ich werde es versuchen. Pasteur
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hat sein Labor in einem kleinen Haus in
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den Bergen aufgebaut. Er hat tausende
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Raupen und Schmetterlinge unter seinem
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Mikroskop untersucht. Er hat bemerkt,
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dass die Krankheit von winzigen
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Parasiten gekommen ist. Das Wichtigste
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ist seine Entdeckung über die Vererbung
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gewesen. Die Krankenschmetterlinge haben
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die Krankheit an ihre Eier
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weitergegeben. Wenn aus diesen Eiern
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neue Raupen gekommen sind, sind sie
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sofort krank gewesen. Er hat verstanden,
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man muss die kranken Eltern finden, um
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die Kinder zu retten. Er hat eine sehr
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einfache, aber geniale Methode erfunden.
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Er hat jeden Schmetterling nach der
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Eiablage untersucht. Wenn er Mikroben im
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Schmetterling gefunden hat, hat er die
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Eier sofort verbrannt. Nur die Eier von
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gesunden Schmetterlingen hat er
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behalten. Die Bauern haben zuerst nicht
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an diese Methode geglaubt. Sie haben
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gedacht, dass Pasteur zu streng ist.
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Aber nach einiger Zeit haben sie
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gesehen, die neuen Raupen aus den
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gesunden Eiern sind stark geblieben und
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haben wunderschöne Seide produziert.
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Diese Arbeit ist für Pasteur persönlich
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sehr schwer gewesen. Während dieser fünf
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Jahre sind sein Vater und zwei seiner
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Töchter gestorben. Er hat trotz dieser
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großen Trauer jeden Tag im Labor
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gearbeitet. Am Ende hat er nicht nur die
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Seidenindustrie in Frankreich gerettet,
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sondern er hat auch etwas Wichtiges für
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die Medizin gelernt. Er hat bewiesen,
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dass Krankheiten durch Ansteckung von
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einem Lebewesen zum nächsten wandern
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können. Das hat ihm geholfen, später
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Impfstoffe für Tiere und Menschen zu
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entwickeln. Er ist als Held nach Paris
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zurückgekehrt, aber er hat gewusst, dass
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ein größter Kampf noch vor ihm liegt. Im
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Jahr 187
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hat Louis Pasteur die Hühnerkollera
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untersucht. Das ist eine schreckliche
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Krankheit gewesen, an der sehr viele
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Hühner in Frankreich gestorben sind.
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Pasteur hat die Bakterien dieser
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Krankheit in seinem Labor gezüchtet. Er
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hat die Bakterien in einer Fleischbrühe
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wachsen lassen. Wenn er ein gesundes
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Huhn mit dieser frischen Bakteriensuppe
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infiziert hat, ist das Huhn sehr schnell
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gestorben. [schnauben] Pasteur hat
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versucht, ein Medikament zu finden, aber
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er hat zuerst keinen Erfolg gehabt. Dann
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ist etwas Merkwürdiges passiert. Es sind
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Sommerferien gewesen und Pasteur ist für
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einige Wochen verreist. Er hat seine
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Bakterienkulturen einfach auf dem Tisch
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im Labor stehen lassen. Als er
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zurückgekommen ist, hat er sein
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Experiment fortgesetzt. Er hat die alten
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Bakterien, die schon viele Wochen alt
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gewesen sind, benutzt und sie den
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Hühnern gegeben. Aber die Hühner sind
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nicht gestorben. Sie sind nur ein
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bisschen krank geworden und nach ein
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paar Tagen sind sie wieder völlig gesund
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gewesen. Pasteur hat zuerst gedacht,
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dass sein Experiment kaputt ist. Er hat
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neue sehr starke und frische Bakterien
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vorbereitet. Er hat diese gefährlichen
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Bakterien denselben Hühnern gegeben, die
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vorher die alten Bakterien bekommen
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hatten. Und jetzt ist das Wunder
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passiert. Die Hühner sind gesund
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geblieben. Die starken Bakterien haben
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ihnen nichts getan. Pasteur hat sofort
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verstanden, was passiert ist. Die alten
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Bakterien sind durch die Luft und die
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Zeit schwach geworden. Diese schwachen
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Bakterien haben das Immunsystem der
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Hühner trainiert, ohne sie zu töten.
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Pasteur ist begeistert gewesen. Er hat
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begriffen, dass er eine Methode gefunden
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hat, um Lebewesen künstlich gegen
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Krankheiten zu schützen. Er hat diesen
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Prozess zu Ehren von Edward Jenner, der
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früher mit Kuhocken gearbeitet hat,
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Impfung, Vaczination genannt. Er hat
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gezeigt, dass man Bakterien im Labor
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zähmen kann, wie man wilde Tiere zähmt.
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Das [schnauben] ist eine völlig neue
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Idee in der Medizin gewesen. Er hat nun
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gewusst, dass er diese Methode auch für
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viel gefährlichere Krankheiten benutzen
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kann, die Menschen und größere Tiere
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töten. Nach seinem Erfolg mit den
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Hühnern hat Louis Pasteur eine viel
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gefährlichere Krankheit untersucht, den
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Milzbrand. Antrags. Diese Krankheit hat
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jedes Jahr tausende Schafe und Kühe in
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ganz Europa getötet. Die Bauern haben
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große Angst gehabt, weil man gegen den
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Milzbrand nichts hat machen können.
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Pasteur hat im Labor einen Impfstoff
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entwickelt. Er hat die
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Milzbrandbakterien durch Hitze schwach
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gemacht. Aber viele Leute haben ihm
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nicht geglaubt. Ein Tierarzt hat gesagt:
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"Pasteur ist ein Träumer. Das
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funktioniert nicht in der Natur, nur im
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Labor." Pasteur hat die Herausforderung
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angenommen. Er hat ein großes Experiment
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vor vielen Menschen organisiert. Der Ort
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ist ein Bauernhof in Puile Fort gewesen.
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Im Mai 1881
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sind dort hunderte Menschen
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zusammengekommen. Journalisten,
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Politiker, Bauern und Wissenschaftler.
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Pasteur hat 50 Schafe bekommen. Er hat
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die Schafe in zwei Gruppen geteilt. Die
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erste Gruppe, 25 Schafe, hat seine neue
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Impfung bekommen. Die zweite Gruppe, die
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anderen 25 Schafe, hat keine Impfung
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bekommen. Zwei Wochen später hat Pasteur
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allen 50 Schafen eine sehr starke Dosis
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von frischen Milzbrandbakterien gegeben.
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Das ist eine tödliche Menge gewesen. Er
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hat gesagt, kommt in zwei Tagen wieder
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zurück, dann werdet ihr das Ergebnis
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sehen. Die ganze Welt hat auf diesen Tag
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gewartet. Die Zeitungen in Paris haben
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darüber geschrieben. Pasteur ist sehr
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nervös gewesen. Er hat gewusst, wenn nur
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ein geimpftes Schaf stirbt, ist seine
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Theorie zerstört. Er hat in diesen
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Nächten fast nicht schlafen können. Am
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2. Juni 1885
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ist die Menge wieder zum Bauernhof
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gekommen. Das Ergebnis ist ein Wunder
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gewesen. Alle 25 Schafe, die die Impfung
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bekommen hatten, sind gesund gewesen.
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Sie sind im Gras gelaufen und haben
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gefressen. Aber die anderen 25 Schafe,
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die keine Impfung bekommen hatten, sind
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alle gestorben oder sind sehr krank
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gewesen. Die Menschen haben laut
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gejubelt und haben Pasteur gefeiert. Er
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hat bewiesen, dass seine Methode perfekt
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funktioniert. Nach diesem Tag haben
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Bauern in ganz Frankreich ihre Tiere
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impfen lassen. Pasteur ist jetzt ein
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Nationalheld gewesen, aber er hat schon
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an seinen nächsten Plan gedacht. Er hat
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eine Lösung für eine Krankheit gesucht,
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die auch Menschen tötet. Im Jahr 1885
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hat Louise Pasteur an einem Impfstoff
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gegen Tollwut, Rabis gearbeitet. Tollwut
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ist eine furchtbare Krankheit gewesen.
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Wenn ein Mensch von einem kranken Hund
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gebissen worden ist, ist er fast immer
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gestorben. Pasteur hat den Impfstoff
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bereits an Hunden getestet und er hat
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gewusst, dass er funktioniert. Aber er
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hat große Angst gehabt, den Impfstoff an
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einem Menschen zu testen. Er ist kein
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gelernter Arzt gewesen, sondern ein
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Chemiker. Am 6. Juli 1885
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ist ein kleiner Junge aus dem Elsas in
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sein Labor gekommen. Er hat Josef
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Meister geheißen und ist erst 9 Jahre
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alt gewesen. Ein tollwütiger Hund hat
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den Jungen 14 mal gebissen. Die Mutter
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hat geweint und hat Pasteur um Hilfe
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gebeten. Die Ärzte haben gesagt, der
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Junge wird sterben, wenn wir nichts
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machen. Pasteur hat eine sehr schwere
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Entscheidung treffen müssen. Er hat zwei
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Ärzte gefragt und sie haben gesagt,
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versuchen Sie es, Louis Pasteur hat dem
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Jungen über 10 Tage lang jeden Tag eine
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Spritze gegeben. Er hat einen
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abgeschwächten Impfstoff benutzt, den er
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aus dem Rücken mag von Kaninchen
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gewonnen hat. Pasteur ist in dieser Zeit
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sehr nervös gewesen. Er hat nachts
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Albträume gehabt und hat gedacht, dass
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der Junge wegen der Impfung sterben
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könnte. Er hat sein eigenes Leben und
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seinen Ruf für diesen kleinen Jungen
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riskiert. Er hat Josef wie seinen
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eigenen Sohn behandelt. Wochen sind
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vergangen, aber Josef Meister ist nicht
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krank geworden. Er ist gesund geblieben
17:18
und ist später sogar der Pförtner am
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Institut Pasteur geworden. Das ist eine
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Sensation auf der ganzen Welt gewesen.
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Menschen aus allen Ländern sind nach
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Paris gereist, weil sie die Impfung
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haben wollten. Pasteur hat bewiesen,
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dass man auch Krankheiten besiegen kann,
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die durch Viren kommen, obwohl er damals
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noch nicht genau gewusst hat, was ein
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Virus ist. Er hat die Medizin für immer
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verändert und ist zum berühmtesten
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Wissenschaftler seiner Zeit geworden.
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Nach dem Erfolg gegen die Tollwut ist
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Louis Pasteur weltberühmt gewesen.
17:49
Menschen aus allen Ländern haben ihm
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Briefe geschrieben und ihm gedankt. Aber
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Pasteur ist alt und müde gewesen. Er hat
17:57
gewusst, dass er Hilfe braucht, um noch
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mehr Krankheiten zu besiegen. Er hat
18:01
eine internationale Spendenaktion
18:04
gestartet. Er hat gesagt, wir brauchen
18:07
ein großes Institut für die Forschung
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und für die Impfung.
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Die Antwort der Menschen ist unglaublich
18:13
gewesen. Arme Bauern, reiche
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Geschäftsleute und sogar Kaiser und
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Könige aus ganz Europa haben Geld
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geschickt. Im Jahr 188
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ist das Institut Pasteur in Paris
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offiziell eröffnet worden. Es ist ein
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sehr modernes Gebäude mit vielen Laboren
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gewesen. Pasteur hat dort die besten
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jungen Wissenschaftler aus Europa
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versammelt. Er hat sie nicht nur als
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Angestellte gesehen, sondern als seine
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geistigen Kinder. Er hat ihnen
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beigebracht, wie man Mikroben sucht und
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wie man Impfstoffe herstellt. Er hat
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gewollt, dass das Wissen kostenlos
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bleibt und dass das Institut allen
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Menschen hilft, egal ob sie reich oder
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arm sind. In diesem Institut haben die
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Forscher sehr schnell neue Entdeckungen
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gemacht. Ein Schüler von Pasteur Emil
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Rou hat dort das Gift der Diferie
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untersucht. Ein anderer Forscher
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Alexandre Jassin ist nach Asien gereist
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und hat das Bakterium der Pest gefunden.
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Ohne die Schule von Pasteur wäre das
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nicht möglich gewesen. Pasteur hat in
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seinen letzten Jahren oft im Garten des
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Instituts gesessen und hat den jungen
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Leuten bei der Arbeit zugesehen. Er hat
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sich gefreut, dass seine Ideen
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weiterleben.
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Das Institut Pasteur ist schnell
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gewachsen. Man hat überall auf der Welt
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neue Zentren gebaut, z.B. in Afrika und
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Asien. Diese Institute haben gegen
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tropische Krankheiten gekämpft. Pasteur
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hat damit eine globale Armee gegen
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Mikroben geschaffen. Er hat bewiesen,
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dass die Wissenschaft keine Grenzen hat.
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In seinen Reden hat er oft gesagt, die
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Wissenschaft gehört der Menschheit. Er
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hat in diesem Institut seine Vision von
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einer gesünderen Welt realisiert. Er ist
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dort nicht nur ein Direktor gewesen,
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sondern eine Inspiration für eine ganze
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Generation von Ärzten. Am Ende seines
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Lebens ist Louis Pasteur sehr schwach
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gewesen. Er hat mehrere Schlaganfälle
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gehabt und seine linke Körperseite ist
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gelehmt gewesen. Er hat nicht mehr im
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Labor arbeiten können, aber sein Geist
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ist bis zum Schluss hell und wach
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geblieben. Er hat oft in seinem Garten
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am Institut Pasteur gesessen. Dort hat
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er den jungen Forschern zugesehen und
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hat ihnen Tipps gegeben. Er hat sich
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sehr gefreut, weil seine Schüler überall
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auf der Welt neue Krankheiten besiegt
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haben. Louis Pasteur ist am 28.
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September 1895
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in Wilner Lyon bei Paris gestorben. Er
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ist 72 Jahre alt geworden. In seinen
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letzten Stunden ist seine Familie bei
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ihm gewesen. Er hat eine kleine Statue
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der Jungfrau Maria in der Hand gehalten,
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weil er ein gläubiger Mann gewesen ist.
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Die Nachricht von seinem Tod hat die
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ganze Welt schockiert. In Paris haben
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die Menschen auf der Straße geweint. Der
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französische Staat hat ein riesiges
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Staatsbegräbnis für ihn organisiert. Das
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ist eine Ehre gewesen, die normalerweise
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nur Königen oder Generellen gehört. Man
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hat Pasteur nicht auf einem normalen
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Friedhof begraben. Die Regierung hat
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eine wunderschöne Krypta direkt unter
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dem Institut Pasteur gebaut. Diese
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Krypta ist mit goldenen Mosaiken
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dekoriert. Auf den Wänden kann man die
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Namen seiner größten Entdeckungen lesen.
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Kristalle, Fermentation, Seidenraupen,
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Milzbrand und Tollwut. Es ist wie ein
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heiliger Ort für die Wissenschaft.
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Millionen von Menschen sind in den
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letzten 130 Jahren dorthinereist, um
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diesem Mann danke zu sagen. Was ist von
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Louis Pasteur geblieben? Er hat uns
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gezeigt, dass wir keine Angst vor der
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Natur haben müssen, wenn wir sie
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verstehen. Durch seine Arbeit sind
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Krankheiten wie die Pest, die Chollera
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und die Tollwut nicht mehr so
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gefährlich. Jedes Mal, wenn wir eine
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Flasche Milch öffnen oder eine Impfung
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bekommen, denken wir an ihn. Er hat
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einmal gesagt: "Wissenschaft kennt kein
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Vaterland, denn das Wissen gehört der
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Menschheit. Er ist als Sohn eines
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einfachen Gerbers gestorben, aber er ist
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als der Vater der modernen Medizin
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unsterblich geworden.

